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Reiner Sauerstoff: Bürgermeister Franz Heilmeier (l.) ließ sich bei einer Betriebsbesichtigung der „Home Care Service“-Firma Vivisol beatmen. Im Hintergrund: Landrat Josef Hauner (Mitte) im Gespräche mit dem Standortleiter Armin Käsbohrer.

Landrat und Co. besuchen Vivisol in Neufahrn

Alles gut – bis aufs Breitband

„Mit dem Landrat unterwegs“ lautet der Titel einer Reihe von Betriebsbesichtigungen. Ziel war diesmal die Firma Vivisol im Gewerbegebiet Neufahrn/Eching. Das wachsende, weltweit operierende Unternehmen gibt Patienten im wahrsten Sinne des Wortes Luft zum Atmen.

Neufahrn – Die Firmenleitung, allen voran Armin Käsbohrer, verantwortlich für den Bereich „Operations & Vertragsmanagement“, zeichnete ein beeindruckendes Bild von Vivisol. Demnach ist das Unternehmen seit mehr als 20 Jahren in der medizinischen Heimversorgung tätig – hochprofessionell und absolut patientenorientiert. Mit technischen Hilfsmitteln zur Sauerstoffversorgung und Beatmung, mit einem 24-Stunden-Service und entsprechenden Einrichtungen. Sogar Wohnheime betreibt die Tochter der in Italien gegründeten „SOL“-Group. Pflegedienstleiter Stefan Hille sprach von sechs Wohngemeinschaften, in denen man den Patienten eine bestmögliche Lebensqualität biete.

Knapp 80 000 Patienten betreut „Vivisol“ in Deutschland. Firmensprechern wie Vertriebsleiter Michael Voith zufolge gibt es bundesweit 25 Niederlassungen – mit einem Gesamtsatz von 70 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Grund genug, stolz zu sein, dass die Deutschland-Zentrale eines solchen Unternehmens sich in Neufahrn angesiedelt hat. Nach einer Startphase in Mauern ist man laut Käsbohrer 2009 nach Neufahrn umgezogen – nicht zuletzt wegen der guten Verkehrsanbindung.

Wunschlos glücklich ist man aber nicht, wie sich am Ende der Firmenpräsentation zeigen sollte. Was die Breitbandversorgung angeht, hat man laut Käsbohrer arg zu kämpfen. Hier herrsche Nachholbedarf am Standort Neufahrn. „Das ist nicht so richtig zeitgemäß“, stellte der Leiter „Operations & Vertragsmanagment“ fest. Sichtlich enttäuscht fügte er an: „Wir sind hier sehr limitiert“. Überall verfügte Vivisol über schnelleres Internet als in Neufahrn. Er wertete dies als „Standortnachteil“.

Die Kritik kam an. Bürgermeister Franz Heilmeier versprach, das „mitzunehmen“. Vermutlich genau so, wie den zweiten Wunsch, den Käsbohrer formulierte, bevor man sich auf eine Besichtigungstour durch die „Vivisol“-Zentrale, in der 50 Mitarbeiter tätig sind, begab. Anscheinend gibt es Probleme mit Lastwagen, die das Firmengelände zuparken und „ihren Müll rauskippen“, wie Käsbohrer bedauerte. Ein Halteverbot-Schild, wie anderswo in der Umgebung, würde schon helfen, ließ der Standortleiter in Richtung Rathauschef durchblicken.

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