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Schlechte Sicht: Hans Reisinger (l.) und seine Mitstreiter bemängeln die Situation am Kurt-Kittel-Ring.

Verärgerte Anwohner am Kurt-Kittel-Ring

Anhänger und Flughafenparker stören

Die Aufregung war zuletzt groß am Neufahrner Kurt-Kittel-Ring. Der Grund: Anwohner entlang der Massenhausener Straße und am Weidenweg weisen seit langem schon auf Verkehrsprobleme, auf Flughafenparker und auf eine Gefahrenstelle hin. Bloß, passiert sei nichts. Die Verwaltung indes widerspricht und vermeldet Vollzug. Es sind bereits Schilder aufgestellt.

Neufahrn - „Es ist bekannt. Aber man ist wohl der Meinung, es ist nicht so schlimm und das kann man so lassen“, empörte sich Hans Reisinger bei einem Lokaltermin mit dem FT. Reisinger ist Anwohner am Weidenweg und Beschwerdeführer von gut einem Dutzend Gleichgesinnter, die sich über mangelnde Unterstützung aus dem Rathaus beklagten.

Zum einen wurden Flughafenparker moniert, die Anwohnern und ihren Gästen den Platz wegnehmen. Es gab Ärger, weil man von den Einheimischen in dem Bereich Parkgebühren von 30 Euro im Jahr verlangt, die Auswärtigen aber nichts bezahlen müssten. „Da gibt es keine Verkehrsüberwachung, die dürfen dort stehen – Tag und Nacht“, bedauerte Reisinger. Nicht selten seien die Urlauber zu beobachten, wie sie „mit zwei Koffern auf der Straße“ zur nahegelegenen S-Bahn laufen würden.

Damit aber nicht genug: Für schlichtweg gefährlich hielten die Anwohner die Situation an der Ecke Kurt-Kittel-Ring/Massenhauserstraße. Das dort Lkw herumstehen, daran habe man sich ja schon gewöhnt, gaben Reisinger und seine Mitstreiter zu verstehen. Jüngst seien es die aber Anhänger, die einfach dort abgestellt und stehen gelassen würden. Und zwar so, dass man beim Herausfahren aus dem Viertel den entgegenkommenden Verkehr von links übersehen und so einen Unfall verursachen könne. Es habe bezüglich beider Ärgernisse Beschwerden im Rathaus und einen Leserbrief gegeben, erklärte Reisinger.

Unterstützung bekamen die Bürger jüngst von Grünen-Gemeinderat Christian Meidinger, der „die Ausfahrsituation am Kurt-Kittel-Ring“ im Bauausschuss zur Sprache brachte. Die Sicht sei Linksabbiegern dort versperrt, erklärte Meidinger bezüglich der Anhänger. Man müsse ziemlich weit hineinfahren, um etwas zu sehen, monierte Meidinger. Geschäftsleiter Eduard Sczudlek entgegnete, dass man im Rathaus bereits mit der Problematik beschäftigt sei. Die Sache mit den Brummis habe man in den Griff bekommen. Im Falle der Anhänger überlege man, eine ergänzende Beschilderung einzuführen.

Inzwischen ist die Verwaltung in Sachen Beschilderung bereist tätig geworden, versicherte Sczudlek auf FT-Anfrage. „Die Regelung, dass dort keine Lkw und keine Anhänger stehen dürfen, greift seit 18. April. Das wird auch verstärkt überwacht“, teilte der Geschäftsleiter mit. Ein Konzept und Schilder gegen Flughafenparker gibt es laut Eduard Sczudlek ebenfalls bereits – und zwar auch in dem Bereich rund um den Weidenweg. Ob die Verkehrsüberwachung intensiviert werden muss, das gelte es zu prüfen. Machbar sei aber auch das, kündigte der Geschäftsleiter an.

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