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Gut lachen hatten Landrat Robert Scholz, Bürgermeister Franz Heilmeier, Bauamtsleiter Michael Schöfer, Larissa Reger und Lore Mühlbauer (Reg. von Obb.), die Architekten Nepomuk und Stefan Wagner sowie Kämmerer Hans Halbinger (v.l.).

Richtfest für das Sozialwohnungsprojekt am Bahndamm

Appartements mit Zimmern zum ,Zuschalten’

Es geht flott voran beim Bau der Sozialwohnungen an Neufahrns Bahndamm. Nach dem Spatenstich im August folgte jetzt bereits das Richtfest für die insgesamt 27 Wohnungen, die sich auf zwei Gebäudetrakte verteilen. Bereits im Sommer nächsten Jahres soll alles bezugsfertig sein.

Neufahrn – Einfach ist die Baustelle nicht. Architekt Nepomuk Wagner vom Büro B4 beschrieb die Lage als problematisch. Reihenweise hätten sich die Lkw-Fahrer in den engen Straßen des dicht bebauten Wohngebiets hinter der Bahnlinie verirrt. Noch schwerer wogen die Lärmschutzauflagen und die Installation eines schwingungsgekoppelten Fundamentrostes. Die Gebäude sind speziell gelagert – wegen der Erschütterung durch vorbeifahrende Züge, wie Wagner beim Richtfest erklärte.

Allein für die elastische Lagerung sind Wagner zufolge 250 000 Euro von Nöten gewesen. Um den Schallschutz zu gewährleisten, habe man einen 60 Meter langen, „zweistöckigen Gebäuderiegel“ entlang der Erschließungsstraße zur Bahnlinie hin errichtet, erklärte der federführende Architekt. Das biete zum einen Schutz vor dem Lärm, zum anderen Stauraum: für Autos, Kellerersatzräume, Waschmaschinen und Trockner.

Als Besonderheit stellte Wagner die flexibel gestaltbaren Appartements im Gebäudekomplex für die zwölf Einfachstwohnungen dar. Es gebe zwischen den Appartements sogenannte „Schaltzimmer“, die man je nach Bedarf der einen oder der anderen Wohnung „zuschalten“ könne.

Dass die beiden Häuser so schnell errichtet werden konnten, führte Wagner auf die vorgefertigten Wand- und Deckenelemente, sprich auf die „ökologische Holzbauweise“ zurück. Wagner plant insgesamt mit einer Bauzeit von nicht mehr als zehn Monaten, eben aufgrund der Holzbauweise. Dass der gesamt Gebäude-Komplex barrierefrei und zu 85 Prozent über einen Aufzug verfügt, erwähnte er zum Schluss.

Bürgermeister Franz Heilmeier war voll des Lobes über den Baufortschritt und ob der Tatsache, dass man den sozialen Wohnungsbau nun endlich angestoßen hat in Neufahrn. Namentlich verantwortlich dafür machte er die Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl, die „eine der politischen Antriebskräfte“ gewesen sei für das fünf Millionen Euro teure Projekt. Heilmeier legte Wert auf die Feststellung, dass nicht nur Wohnraum geschaffen werden soll für eine Bevölkerung, die sich die ortsüblichen Mieten nicht mehr leisten könne, sondern auch für Obdachlose, denen schrittweise aus ihrer misslichen Lage herausgeholfen werden soll.

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