Skizze des neuen Pfarrheims in Massenhausen
+
„Ein tolles Konzept“: Die Skizze vom „Pfarrheim plus“ kam in der Neufahrner Gemeinderatssitzung am Montag sehr gut an.

Gremium genehmigt Machbarkeitsstudie und Konzept einstimmig

Räte und Zuhörer begeistert: Applaus für Massenhausens „Pfarrheim plus“

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
    schließen

Von der vagen Idee zu einem konkreten Projekt: Das neue Massenhausener Pfarrheim wird auch ein Begegnungszentrum für alle Bürger im Ort. Am Montag wurde es durchgewunken.

Neufahrn/Massenhausen – Es ist wahrlich nicht alltäglich, dass der Beschluss eines Gemeinderats von den Zuhörern mit Applaus quittiert wird. Am Montag war aber genau das zu beobachten, als das Neufahrner Gremium einstimmig die Machbarkeitsstudie und das Konzept für das neue „Pfarrheim plus“ in Massenhausen, wie man die Pläne nun nennt, billigte. Und so die Absicht bestätigte, sich an der damit einhergehenden Umgestaltung des Straßenraums und der Schaffung eines künftigen Dorfplatzes zu beteiligen. Der Beschluss war wichtig, weil an diesem Mittwoch der Strategische Vergabeausschuss der Erzdiözese darüber entscheidet, ob das Projekt in die nächste Planungsphase gehen darf und Aussicht auf Realisierung hat.

Auch die Bürger haben ihren Anteil

Die Verwaltungsleiterin des Pfarrverbands Massenhausen, Alexandra Steurer, hatte im Rat nochmals die Werbetrommel für das Projekt gerührt: Von einer „relativ vagen Idee“ im Jahr 2019, als man erste Überlegungen im Gemeinderat vorgestellt hatte, sei man inzwischen – auch unter Beteiligung der Bürgerschaft (wir haben berichtet) – zu einem „konkreten Projekt“ gelangt, dessen Planungsstand Christian Zöhrer vom Planungsbüro Westner, Schührer und Zöhrer vorstellte.

Demnach soll das Pfarrheim nicht nur als Verwaltungs- und Begegnungszentrum der Pfarrei und des Pfarrverbands dienen, sondern darüber hinaus zu einem Begegnungszentrum für alle Bürger des Dorfs ausgebaut werden. Dazu gehöre dann eben auch die Neugestaltung der Ortsmitte, die die Schaffung eines Spiel- und Bolzplatzes vorsieht. Zudem sollen weitere Stellplätze geschaffen werden, um die Parksituation des Kindergartens zu entschärfen.

Pastorale und weltliche Begegnungsstätte

Wesentlich an den Planungen sei, dass es keinen kompletten Neubau des Pfarrheims geben werde, sondern ein Erweiterungsbau vorgesehen sei – konzipiert als pastorale und weltliche Begegnungsstätte. Beispiel: Auch die Schützen bekommen dort ihren neuen Schießstand. Weil aber alle Beteiligten nach „Flächen, Flächen, Flächen“ gerufen hätten, wie Zöhrer die Aufgabenstellung beschrieb, habe man sich etwas einfallen lassen. Beispielsweise könne die Schießanlage hinter einer Zwischenwand verschwinden, so dass der Raum auch als kleiner Saal für Feste und Konzerte genutzt werden könne. „Pfarrheim plus“ eben.

Und das sei, so betonte Bürgermeister Franz Heilmeier, eine „riesen Chance“ für die Pfarrei und den Ort Massenhausen. Genau so sahen das auch die Gemeinderäte: Frank Bandle (Grüne) fand die vorgelegten Planungen „ein tolles Konzept“, Beate Frommhold-Buhl (SPD) versicherte, man werde das Projekt auch weiterhin „positiv begleiten“. Christopher Aichinger (FW) bezeichnete das Vorhaben als „fundamentales Projekt für die Ortsentwicklung“, Burghard Rübenthal (CSU) fand vor allem die Verknüpfung kirchlicher und weltlicher Belange für „sehr gut“. Logische Folge: Das vorgelegte Konzept wurde billigend zur Kenntnis genommen und der Beschluss vom Juni 2019, sich an der Umgestaltung des Dorfplatzes zu beteiligen, bekräftigt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare