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Die Jubel-Leiberl gibt es schon: Der TSV feiert 2019 sein 100-jähriges Bestehen. Sportreferentin Manuela Auinger, der TSV-Vorsitzende Frank Bandle und Freizeiparkchef Antionio Campos (v. l.) stellten im Sportbeirat die T-Shirts zur großen Feier vor.

Neufahrner Sportbeiratssitzung

Auinger will „Sätze nach oben anpassen“

Tut die Gemeinde Neufahrn genug für den Sport? Sollte es nicht mehr Geld geben für die Vereine und ihre Projekte? Mit Fragen wie diesen beschäftigte man sich am Dienstag im Sportbeirat. Die Vorsitzende Manuela Auinger sagte ihre Unterstützung zu. Auch Vize-Bürgermeister Hans Mayer zeigte Verständnis für Kritik. Er verwies auf einen Nachtragshaushalt.

Neufahrn – Früher habe es deutlich mehr Sportförderung gegeben. Der Vorsitzende des SC Massenhausen, Walter Pfefferle, verwies im Sportbeirat darauf dass beispielsweise aktuell „20 Prozent weniger“ für Fußballplätze gezahlt werden als noch im Jahr 1994. Er sprach von damals 4000 Mark – die man seiner Meinung nach 2018 durchaus in 4000 Euro pro Sportplatz umwandeln sollte. „Ich glaube, das wäre schon sinnvoll,“ sagte Pfefferle.

Nach Auskunft von Sportreferentin Manuela Auinger beläuft sich die Sportförderung im Moment auf 12,5 Prozent Baukostenzuschuss. Sie räumte ein, dass die finanzielle Unterstützung für die Vereine in den vergangen Jahren zweimal zurückgefahren worden sei. Vizebürgermeister Hans Mayer bestätigte dies: Die Sportförderung sei „leider 2004 und 2006 geändert worden“, bedauerte er.

Im Ausschuss erklärte Auinger, sie habe aufgrund des Antrags aus Massenhausen bereits Kontakt zur Kämmerei aufgenommen. Eine Anpassung halte sie für möglich. Mayer verwies an dieser Stelle auf einen ohnehin anstehenden Nachtragshaushalt.

Kritik kam indes auch aus den Reihen der Schützenvereine. Demnach sind Zuschussanträge für elektronische Anlagen nicht als bauliche Maßnahmen anerkannt und folglich nicht entsprechend gefördert worden. Die Offiziellen sahen sich prompt mit der Forderung konfrontiert, doch alle Vereine gleich zu behandeln.

Manuela Auinger sprach sich ebenfalls dafür aus. Es gelte, alle Eventualitäten zu berücksichtigen und „die Sätze nach oben anzupassen“. Wörtlich sagte die Sportreferentin: „Wir sind uns einig, dass das notwendig ist“. Und sie versprach im Hinblick darauf, dass ein entsprechender Antrag im Finanzausschuss zur Sprache kommt: „Ich unterstütze das, ich verteidige das“.

Auf FT-Nachfrage wies sie allerdings auch darauf hin, dass die Bäume in Sachen Sportförderung sicher nicht in den Himmel wachsen werden. Mit Forderungen von Zuschüssen bis zu 30 Prozent, wie sie bereits kursierten, werde man aufgrund der finanziellen Situation der Gemeinde „sicher keinen Blumentopf gewinnen“ können. Und sie gab zu bedenken, dass bei Großprojekten der Vereine ein zinsloses Darlehen der Gemeinde nicht ausgeschlossen sei.

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