FFW- Kommandant Reinhold Kratzl
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Der Bedarfsplan hat bestätigt: Die Neufahrner Floriansjünger unter Kommandant Reinhold Kratzl sind personell gut aufgestellt.

Bedarfsplan für die Feuerwehren vorgestellt

Blick auf Neufahrns Floriansjünger: Von personellen Lücken bis zu speziellen Fahrzeugen

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Jetzt hat auch Neufahrn seinen Feuerwehr-Bedarfsplan. Am Montag wurde das Werk dem Personalausschuss vorgestellt, der so einen guten Überblick erhielt.

Neufahrn - Auf 88 Seiten wurde das Gemeindegebiet hinsichtlich Größe, Art und Nutzung der Gebäude in den Ortsteilen untersucht, wurde das Risikopotenzial eruiert, außerdem die personelle und technische Ausstattung der Feuerwehren, insbesondere die Verfügbarkeit von Floriansjüngern tagsüber und in der Nacht, unter die Lupe genommen – und schließlich daraus ein Maßnahmenkatalog abgeleitet.

Die sechs Feuerwehren im Gemeindegebiet sollen, so ein Ergebnis, den bisherigen Ausbildungsstand beibehalten. Das klingt gut. Während allerdings die Feuerwehren in Neufahrn, Massenhausen, Giggenhausen und Hetzenhausen die erforderliche Mindeststärke an Personal erreichen und teilweise sogar deutlich übertreffen, müssten die FFW in Mintraching und Fürholzen noch etwas zulegen, um die Mindeststärke an Einsatzkräften aufbieten zu können: In Mintraching braucht man fünf neue Retter, in Fürholzen vier. Außer in Giggenhausen sei bei den Feuerwehren auch eine Erhöhung der Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften notwendig – zwischen drei mehr in Hetzenhausen und neun mehr in Mintraching.

Ein FFW-Lkw sollte 25 Jahre, ein Pkw 15 Jahre halten

Auch immer wichtig: das Beschaffungskonzept für Fahrzeuge. Unter der Annahme, dass Lkw eine Lebensdauer von 25 Jahren und Pkw eine Lebensdauer von 15 Jahren haben, ergebe sich – freilich abhängig vom Zustand der Fahrzeuge – in den kommenden fünf Jahren folgender Plan für die Neubeschaffung von Feuerwehrautos: In 2021 müsste für Massenhausen und Giggenhausen je ein Mannschaftstransporter (MTW) für jeweils 80 000 Euro und für Neufahrn ein TLF 4000 für 300 000 Euro angeschafft werden. Im Jahr 2022 müsste dann die Neufahrner Feuerwehr ein GW-L2 (Gerätewagen Logistik) für 250 000 Euro bekommen, 2023 wären dann für Fürholzen und Hetzenhausen jeweils ein TSA (Tragkraftspritzenanhänger) zum Preis von jeweils rund 20 000 Euro fällig.

2024 müsste die Gemeinde für einen MTW (80 000 Euro) und ein TSF-Logistik (200 000 Euro) – beide für Mintraching – sowie für einen ELW 1 (Einsatzleitwagen) für die Floriansjünger in Neufahrn (120 000 Euro) Geld locker machen. Dabei lag dem Gemeinderat ein Schreiben von Mintrachings Kommandanten Ludwig Felsner vor, der statt des TSF-Logistik ein TLF 3000 befürwortete. Ein Schreiben der Regierung von Oberbayern besagte allerdings, nur ein TSF-Logistik sei förderfähig. Sollte man aber ein gebrauchtes TLF 3000 bekommen, das unter dem Strich keine finanzielle Mehrbelastung für die Gemeinde bedeute, würden Rathauschef Franz Heilmeier, Kreisbrandrat Manfred Danner und die Verfasser des Bedarfsplans den Kauf befürworten.

Der größte Brocken kommt 2025

Der größte Brocken ist laut Bedarfsplan für 2025 vorgesehen: Da sollte die FFW Neufahrn für eine halbe Million Euro einen neuen Rüstwagen (RW 2) bekommen. Kaum Handlungsbedarf bestehe innerhalb der kommenden fünf Jahre bei den Feuerwehrhäusern. Lediglich in Mintraching sollte für den MTW ein Anbau angedacht werden. Kostenschätzung: 53 000 Euro.

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