In Moosburg soll trotz Corona-Krise am Neubau des Hallenbads festgehalten werden.
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Das „neufun“ in Neufahrn öffnet am 10. Oktober wieder. Symbolbild

Hygienekonzepte stehen

Freizeitpark Neufahrn: neufun und Sporthalle öffnen wieder - doch große Fragezeichen bleiben

Die Corona-Zwangspause ist vorbei: Das Freizeitbad „neufun“ und die Sporthalle in Neufahrn öffnen wieder. Doch die Verantwortlichen beschäftigen zwei Fragen.

Neufahrn – Ab Montag können Vereine und Schulen wieder in der Käthe-Winkelmann-Halle trainieren. Am Samstag, 10. Oktober, öffnet das Freizeitbad „neufun“ nach der Corona-Zwangspause wieder. Die Hygienekonzepte stehen. Ob sie greifen und genügend Besucher kommen, ist die große Unbekannte, mit der der neue Vorstand des Kommunalunternehmens Freizeitpark nun rechnen muss.

Zum 1. Oktober haben Hans Mayer (geschäftsführender Vorstand) und Christian Kallinger (Stellvertreter) turnusgemäß nach drei Jahren Franz Rauch und Stephan Brenninger an der Vorstandspitze abgelöst. „Wir betreten in gewisser Weise Neuland“, betonte Mayer nun mit Blick auf die Öffnung der Sportstätten und des Hallenbades unter den geltenden Hygienebestimmungen. Der versierte Kommunalpolitiker und ehemalige 2. Bürgermeister war bereits von 2015 bis 2017 Vorstand des Kommunalunternehmens. Christian Kallinger, Physiker und Patentrichter, ist seit acht Jahren stellvertretender Vorsitzender des TSV Neufahrn.

Neues Vorstandsduo für das Kommunalunternehmen: (v. l.) Bürgermeister Franz Heilmeier, Hans Mayer (geschäftsführender Vorstand), Christian Kallinger (Stellvertreter) und Martina Reithmeier. Nicht auf dem Foto: Tobias Tremmel (neufun-Leiter, erkrankt).

Der Verein gehört zu den Hauptnutzern der Sportanlagen. „Die Sportler drängen in die Hallen, die Bürger ins Schwimmbad“, so Kallinger. Eine Herausforderung ist freilich die Umsetzung der Infektionsschutzauflagen. Für den Badebetrieb und die neuralgischen Bereiche – Umkleiden und Duschen – habe man Mittel und Wege gefunden. Dampfbad und Kolldarium bleiben noch geschlossen, Saunaaufgüsse gibt es vorerst ohne „Wedel“.

Wer sicher sein will, sollte lieber reservieren

Grundsätzlich kann man ohne Anmeldung zum Schwimmen gehen. Besser beraten sind Badegäste allerdings, im Reservierungssystem der Homepage eine „Schwimmzeit“ zu buchen. Denn man wird die Besucherzahlen limitieren. Auf welche Zahl, ist noch Thema interner Beratungen. „Mit dem Buchungssystem haben wir gewisse Steuerungsmöglichkeiten. Wir können auch nachjustieren“, unterstrich Bürgermeister Franz Heilmeier im Pressegespräch. Bezahlt wird weiterhin an der Kasse.

Durch die Corona-Zwangspause ist, wie der Rathauschef aufzeigte, dem Kommunalunternehmen wegen des geringeren Personalbedarfs und Kurzarbeit „kein größeres Defizit als während der Betriebszeit“ entstanden. „Die Frage wird nun sein: Wie viele Leute kommen?“

Gespräche mit FCN und TSV sollen folgen

Heilmeier rechnet mit weniger Einnahmen. Wegen der kürzeren Reinigungsintervalle sei der Personalbedarf höher, berichtete Martina Reithmeyer. Sie ist zuständig für Buchhaltung und Steuern. „Aber es wäre rein spekulativ zu sagen, wo wir am Ende des Jahres ankommen“, so der Bürgermeister. Über Entwicklungsmöglichkeiten für Halle und Sportplätze will der Vorstand nun mit den Nutzern aufnehmen. Man werde auch beim TSV und FCN den Bedarf abfragen. „Neufahrn wächst. Der Freizeitpark stammt aus den 80er Jahren, wir müssen sehen, ob’s für die heutigen Bedürfnisse noch passt“, sagte der Rathauschef.

Eva Oestereich

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