Auf Eis gelegt: Der Mensaanbau (roter Kreis) an der Jo-Mihaly-Mittelschule ist auf das Jahr 2020 verschoben. Die Pläne fanden im aktuellen Haushalt keinen Platz mehr.

Geplanter Mensaanbau der Jo-Mihaly-Mittelschule

Eigentlich ideal – aber noch zu teuer

Die Entscheidung war absehbar. Dennoch ist sie für die Beteiligten ziemlich bitter. Im Zuge der Verabschiedung des Haushaltes 2019 ist man im Gemeinderat nun einer Empfehlung des Finanzausschusses nachgekommen, wonach der gut zwei Millionen Euro teure Mensabau an der Jo-Mihaly-Mittelschule um ein Jahr verschoben wird.

Neufahrn– Im April glaubte man noch, eine ideale Lösung gefunden zu haben. Nach langem Hin und Her stießen die Pläne, die Jo-Mihaly-Mittelschule an der Frontseite mit einem Mensaanbau zu erweitern und die beiden Pausenhöfe zu sanieren und aufzuwerten, auf breite Zustimmung im Gemeinderat.

Bei den Haushaltsberatungen im Finanzausschuss sah die Sache dann schon wieder etwas anders aus (wir haben berichtet). Aufgrund eines Investitionsprogramms von 28 Millionen Euro sah man sich gezwungen, zumindest den Mensaanbau um ein Jahr zu verschieben. Mit der Verabschiedung des Haushalts im Gemeinderat ist das nun Fakt, wie Geschäftsleiter Eduard Sczudlek auf Anfrage bestätigte. Dem Rotstift nicht zum Opfer gefallen ist die im Zuge der Erweiterung ebenfalls geplante Sanierung und Aufrüstung der beiden Pausenhöfe.

Gerüchte und Befürchtungen, wonach die neue Mensa an der Jo-Mihaly-Mittelschule nun endgültig gestorben ist, wies Sczudlek ausdrücklich zurück. „Auf keinen Fall, die Planung läuft. Der Anbau wird vorbereitet und 2020 umgesetzt“, ist der Geschäftsleiter überzeugt.

Als Hintergrund für die Entscheidung, die Mensa nicht gleich zu bauen, nannte Sczudlek, dass die Zahl der Ganztagsklassen in jüngster Zeit von sechs auf zwei gesunken sei.

Aus Sicht von Schulleiterin Marietta Hager nicht unbedingt ein Grund, das Projekt auf Eis zu legen. Für sie stelle sich die Frage, „ob die das nicht auch wert wären“, teilte sie telefonisch mit. Hager bedauert die Entscheidung. Der bestehende Anbau, auch „Glaskasten“ genannt, sei „marode“. Eine Tür lasse sich kaum mehr schließen, bemängelte die Schulleiterin. Unabhängig davon komme die Gemeinde, die Träger der Schule ist, auf absehbare Zeit gar nicht daran vorbei, „ein irgendwie geartetes Ganztagsangebot zur Verfügung zu stellen“, erklärte Hager zu dem Thema.

Das sieht auch FW-Gemeinderat und Schulreferent Josef Eschlwech so. Er habe aus gutem Grund nicht für die Verschiebung gestimmt, machte er auf Anfrage deutlich. Unter anderem weil er der Überzeugung sei, dass diese Maßnahme die Schule „extrem aufwerten“ würde. Außerdem gehe er davon aus, dass die gebundenen Ganztagsklassen an der Jo-Mihaly-Schule „wieder zunehmen werden“.

Eine Hoffnung, die sich auch Beate Frommhold-Buhl (SPD) macht. An der Grundschule gehe die Tendenz ja auch in diese Richtung, stellte Frommhold-Buhl, auf die Problematik angesprochen, fest. Die gemeindliche Sozialreferentin ist deshalb davon überzeugt, dass man „das propagieren“ und sich „dafür einsetzen“ muss. Alexander Fischer

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