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Bunt und kreativ: In „Spinnst du schon?“ lernt ein Spinnenmädchen, seine Schwäche zur Stärke zu machen. 

„Spinnst du schon“ ist für die ganze Familie gedacht

Ein Hoch auf die Spinnen: Neufahrner Autorin bringt neues Kinderbuch heraus

  • Claudia Bauer
    vonClaudia Bauer
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Spinnen zählen nicht gerade zu den Lieblingstieren der meisten Menschen. Das will die Neufahrner Autorin Christine Ziegler nun ändern – mit ihrem neuen Kinderbuch „Spinnst du schon?“.

Neufahrn – Eigentlich sind die kleinen Krabbler wahre Künstler und können die wahnwitzigsten Netze zaubern. Alle, bis auf das Spinnenmädchen Arachnida Langbein. Wie sie als Sonderling damit klarkommt und welche Schlüsse das Spinnenmädchen am Ende zieht, davon erzählt das Buch für Kinder ab drei Jahren, das im Verlag Edition Pastorenplatz erschienen ist.

Die Autorin selbst hat mit Spinnen keine Probleme. „Ich kann mit meinen Hausspinnen gut leben“, sagt Ziegler lachend. Aber sie ist sich bewusst, dass es vielen Menschen anders geht. Jüngere Kinder hätten zwar oftmals noch keine Berührungsängste, aber auch größere Mädchen und Buben sowie Eltern sollen Freude an Zieglers neuem Buch haben.

Deshalb war es ihr wichtig, dass die Gestaltung des Buchs lustig und liebevoll daher kommt. Illustratorin Mele Brink ist das gelungen. Aber nicht nur die bunten Bilder sind sympathisch. Auch die Protagonisten haben so gar nichts Eklig-Gruseliges. Vielmehr berührt die Geschichte des kleinen Spinnenmädchens, das einfach keine Fäden spinnen kann. Freunde und Geschwister versuchen, ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen: Sich erschrecken lassen soll zum Beispiel Wunder wirken. Oder einfach irgendwo runterspringen, dann komme der Faden angeblich von alleine. Kitzeln, entspannen: Arachnida übt und probiert, was das Zeug hält – leider ohne Erfolg. Doch dann geht sie ihren eigenen Weg, wird kreativ und findet eine eigene Lösung – und zaubert am Ende ganz besondere Netze.

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Für die Neufahrner Autorin war ihr Spinnen-Buch ein „Herzensprojekt“. Gerade als Kind müsse man so viel lernen und werde ständig mit dem gängigen Motto „Übung macht den Meister“ konfrontiert. „Das fand ich schon immer blöd“, sagt Ziegler. Denn im Umkehrschluss würde dieser Satz bedeuten: Wer etwas nicht gut kann, habe sich nicht genug angestrengt. „Aber manches klappt eben trotz Üben nicht.“ Ziegler setzt auf Ressourcenorientierung, anstatt das Defizit in den Fokus zu stellen. „Wir spinnen eben alle anders – und das ist auch gut so.“ Das will sie mit ihrem Buch über das Spinnenmädchen zeigen.

Wer die Geschichte nicht lesen, sondern hören mag: Im September gibt es die Hörspiel-Premiere. Der WDR hat für sein „Bärenradio“ die Rechte daran erworben. Das Buch ist bereits im Handel erhältlich. 

Gut zu wissen

Wer Arachnida und ihre Erfinderin Christine Ziegler kennenlernen möchte, hat am Freitag, 5. April, um 15 Uhr in der Neufahrner Buchhandlung „Verena liest“ die Gelegenheit dazu.

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