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Alle bleiben im Amt: (v. l.) die Echinger/Neufahrner DAV-Ortsgruppenleiterin Gertrud Höng, ihr Vize Manfred Kohl, Kassier Ludwig Huber und Schriftführerin Inge Riesbeck.

Alpenverein Neufahrn/Eching

Ein Jahr der Ermutigung

Der Deutsche Alpenverein „Sektion Oberland“, zu dem auch die Ortsgruppe Eching/Neufahrn zählt, hat sich viel vorgenommen. Aktuell stehen Sanierungen der Lamsenjochhütte und der Falkenhütte an. Kosten: über acht Millionen Euro. Da kommt die erfolgreiche Spendenaktion der Ortsgruppe gerade recht.

Neufahrn – Die Rückblicke der Ortsgruppenleiterin Gertrud Höng und ihres Stellvertreters Manfred Kohl fielen positiv aus. Höng erklärte bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Maisberger vor knapp 40 von insgesamt gut 330 Mitgliedern: „Wir können mit Stolz sagen, dass wir ein starkes Team sind.“ Höng bezog sich in ihrem Rechenschaftsbericht etwa auf Fachvorträge, eine Jubiläumsveranstaltung zur Feier „110 Jahre Lamsenjochhütte“ und eine Busfahrt nach Innsbruck. Außerdem verwies sie auf ein Online-Archiv, auf dem inzwischen 1400 Bilder abgespeichert und für jeden einsehbar seien. Die Homepage der Ortsgruppe erfreut sich laut Höng ebenfalls großer Beliebtheit. „1500 Klicks im Monat“ seien schon „sehr beachtlich“, urteilte die Ortsgruppenleiterin.

Auch ihr Stellvertreter, der gleichzeitig Hüttenwart und Tourenleiter ist, wusste Positives zu berichten. Manfred Kohl bezeichnete 2018 als „Jahr der Ermutigung“. Mehr Touren könne man „fast nicht mehr anbieten“, sagte Kohl in Bezug auf ein Dutzend Wanderungen, eine Hochtour und eine Schneeschuhwanderung. Insgesamt sprach er von 308 Teilnahmen an dem breit gefächerten Angebot.

Das alles nötigte Bürgermeister Franz Heilmeier, der dem Alpenverein bei seiner Jahreshauptversammlung einen Besuch abstattete, Respekt ab. In seinem kurzen Grußwort verwies Heilmeier etwa darauf, dass die Sektion München-Oberland, zu der die Ortsgruppe zählt, in der Region immerhin der zweitgrößte Verein hinter dem FC Bayern München sei. Daraus erwachse ein Anspruch, dem die Ortsgruppe durchaus gerecht werde, wie Heilmeier zu verstehen gab.

Hochzufrieden mit der Ortsgruppe zeigte sich auch der Vertreter der Sektion, Volker Strothe. Eine von Höng angestoßene Spendenaktion zur Sanierung der Falkenhütte hatte 550 Euro erbracht. Höng hatte bei jeder Gelegenheit ihr Sparschwein aufgestellt, das die Mitglieder fleißig gefüttert hätten, wie sie bei der Spendenübergabe lobend erwähnte.

Das Geld kann die Sektion auch gut gebrauchen. Strohte verwies auf insgesamt 6,4 Millionen Euro Kosten, die bei der Sanierung der Falkenhütte anfallen würden. Auch und gerade der Denkmalschutz habe große Forderungen gestellt. Es war von 700 000 bis 800 000 Euro die Rede.

Ganz so schlimm wird es bei der ebenfalls anstehenden Sanierung der Lamsenjochhütte nicht kommen. Kohl bezifferte die Kosten für die Sanierung der angestammten Hütte der Sektion auf etwa zwei Millionen Euro. Es gelte etwa, das Dach neu zu decken, das Fundament zu sanieren – und eine Abwasserreinigung einzubauen, machte Kohl deutlich.

Die anstehenden Neuwahlen der Ortsgruppe waren reine Formsache. Alle in Verantwortung stehenden Personen stellten sich wieder zur Verfügung und wurden von der Versammlung in ihren Ämtern bestätigt. Alexander Fischer

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