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Zwei Generationen, eine Leidenschaft: Für edle Destillate können sich (v. l.) Reinhold Lindermeier, Richard Lindermeier, Miriam da Silva und Dario Lindermeier begeistern. Ihre Brennerei besteht nun bereits seit zehn Jahren.

Zehn Jahre Destillerie „Schusterhof“

Eine ausgezeichnete Schnapsidee

Es war eine Schnapsidee im wahrsten Sinne des Wortes. Und eine, die binnen zehn Jahren zu großen Erfolgen geführt hat. Die beiden vom Schusterhof in Fürholzen stammenden Brüder Reinhold und Richard Lindermeier haben mit ihrer Destillerie, sprich mit ihren Obstbränden, schon eine Menge Preise eingeheimst.

Fürholzen – Zehn Jahre Schnaps vom Schusterhof – kaum zu glauben, dass man es soweit gebracht hat. Nach doch eher bescheidenen Anfängen in einer ehemaligen Bulldog-Garage. Für den Familienbetrieb ist das vor allem ein Grund zum Feiern. Zum zehnjährigen Bestehen ist am Samstag, 15. September, ein Tag der offenen Tür geplant. Mit allem Drum und Dran; auch im angrenzenden Atelier von Künstlerin Miriam da Silva, der Ehefrau von Reinhold Lindermeier. Beginn ist um 12 Uhr, das Ende offen.

Der Anfang ist schnell erzählt: An Obst hat es dem Schusterhof nämlich noch nie gemangelt. Äpfel, Birnen, Zwetschgen – alles wuchs und gedeihte. Mehr, als man essen oder einkochen konnte. Noch dazu war der Hof längst aufgegeben. Die Brüder Reinhold und Richard Lindermeier übten lange schon bürgerliche Berufe aus. Es musste also etwas geschehen mit dem ganzen Obst. Nur Saft daraus zu machen, das war ihnen zu wenig. Da kam den beiden die Idee Schnaps, genauer gesagt edle Brände daraus zu machen. Schließlich hatten sie zur Gaudi schon mal Bier gebraut in ihrer Garage. Erste Versuche gerieten vielversprechend. Schließlich schaffte man sich eine richtige Destille an. Ein Original aus dem Hause „Arnold Holstein“ vom Bodensee.

Von nun an ging es steil bergauf mit der Hobby-Brennerei. So steil, dass die edlen Brände schon zig-Gold- und Silbermedaillen gewonnen haben beim Verband „Bayernbrand“ oder bei der Bayerischen Obstbrandprämierung. Kein Wunder, denn es werden nur feinste Zutaten verwendet.

Ganz ohne Theorie ging das freilich alles nicht. Man hat sich schlau gemacht, Kurse belegt, Seminare besucht. Die Brände erfreuen sich auch und gerade in der heimischen, überwiegend bayerischen Gastronomie großer Beliebtheit. Was ganz im Sinne der Lindermeier-Brüder ist. Nachhaltigkeit und Familiensinn werden nämlich groß geschrieben.

Da passt es ins Bild, dass Miriam da Silva, die Motive für die Etiketten der Flaschen selbst entwirft. Nicht zu vergessen Sohnemann Dario, der seit geraumer Zeit Gin brennt in der elterlichen Destillerie. Mit der Marke „The King Gin“ hat man sich bereits einen Namen gemacht. Auch ein Wodka ist im Angebot. Demnächst soll die Produktion ausgelagert werden.

Und wie schaut es mit dem eigenen Alkoholkonsum aus? Hier verfährt Schnapsbrenner Reinhold Lindermeier nach der Regel: „Ein Glaserl am Abend zum Genießen – und das auch nicht jeden Tag“.

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