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Offizieller Akt: Peter Markus Löw (Tank & Rast), Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Innenminister Joachim Herrmann, Karl-Heinz Rolfes (Tank und Rast) und Wolfgang Wüst (Autobahndirektion Südbayern) durchschnitten das Band für Bund und Land.

Offizielle Eröffnung der Raststätte in Fürholzen

Eine der innovativsten ihrer Art

Das Großprojekt stand in der Kritik. Bürger befürchteten beim Ausbau der Autobahn-Raststätten Ost und West in Fürholzen mehr Verkehrslärm und eine Verschärfung der Hochwassersituation. Bei der Eröffnung der „Rastanlage der Zukunft“ mit Verkehrsminister Alexander Dobrindt war an der A 9 allerdings vielmehr von Superlativen die Rede.

Fürholzen – „Eine tolle Anlage“, „Auftankmöglichkeiten für alle und alles“ und jede Menge Lastwagenstellplätze. Darüber hinaus Auflademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge, Wasserstoff- und erdgas-betriebene Autos sowie „eine außergewöhnliche Architektur“, die sich ins Landschaftsbild einfüge. So lauteten die zentralen Punkte, die der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, Wolfgang Wüst, im Beisein von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Innenminister Joachim Herrmann nannte. Bürgermeister Franz Heilmeier dankte Wüst für „die konstruktive Begleitung“ des Projekts. Jedenfalls sei es gelungen, „den Lärmschutz für Fürholzen umzusetzen“, betonte Wüst. Eine Aussage, die auch Herrmann traf. Er sprach von „neuen Wällen und Wände“, von einer Lärmbelästigung die „jetzt weniger“ sei als vor dem Ausbau. Großen Wert legte Bayerns Innen- und Verkehrsminister auf die Stellplätze für Lkw, Pkw und Busse: 240, 323 und 16 sowie 16 Stellplätze für Autos mit Anhänger – das sind laut Herrmann Zahlen, die ihresgleichen suchen.

Dobrindt gab der Erweiterung auf der Ostseite und dem Neubau auf der Westseite in Summe das Prädikat „Leuchtturmprojekt“. Die neue Anlage gehöre zu den „innovativsten Raststätten der Welt“, sagte Dobrindt etwa mit dem Hinweis auf eine Fotovoltaikanlage, die mehr Strom produziert als man braucht, und ein internetbasiertes Lkw-Parkplatzinformationssystem. „Beispielgebend für zukünftige Projekte“, prophezeite der Bundesverkehrsminister. Auch Karl-Heinz Rolfes, Geschäftsführer der Betreiberfirma „Tank & Rast“, spielte auf das „durchdachte Energie- und Nachhaltigkeitskonzept“ der A 9-Raststätte an. Die Schnellladestationen wertete er sogar als „Beitrag zum Durchbruch der Elektromobilität“.

Alles eitel Sonnenschein also bei der Einweihungsfeier. Wäre da nicht die kleine Gruppe von Demonstranten gewesen, die sich in Position brachte, um die anwesenden Spitzenpolitiker an deren Haltung und ihren Widerstand gegen die 3. Startbahn zu erinnern. Aufgerufen dazu hatten „AufgeMUCkt“ und „Plane Stupid“.

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