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Alles anders: Die Mensa an der Jo-Mihaliy-Mittelschule wird nicht wie geplant im hinteren, östlich gelegenen Bereich, sondern vorne beim Eingang gebaut.

Jo-Mihaly-Mittelschule: Mensaanbau die Vierte

Eine Lösung, die wohl alle zufriedenstellt

Aller guten Dinge sind vier – im Fall der Jo-Mihaly-Mittelschule und ihrem Erweiterungsbau. Die dritte, im September beschlossene Variante, hat man jetzt im Gemeinderat kassiert und durch eine Planung im Eingangsbereich ersetzt. Kostenneutral und zur Zufriedenheit aller Beteiligten, wie es scheint.

Neufahrn – Die neue, mit 2,76 Millionen Euro veranschlagte Planung scheint nach den Aussagen im Gemeinderat Neufahrn nur Vorteile zu haben. Vor allem aber zeigte sich Schulleiterin Marietta Hager zufrieden mit der neuen Variante, die es sogar ermöglicht, Mensa und Aula zu verbinden. Denn: Die jetzt ad acta gelegten Pläne hatten den Wegfall eines Teils des Pausenhofes und einiger Räumlichkeiten im Ostflügel zur Folge gehabt.

Im Gemeinderat war davon gar nicht mehr die Rede angesichts eines vorgelagerten Mensabaus, der über 640 Quadratmeter Platz bietet und 80 Sitzplätze aufweist – nebst Funktionstrakt mit Küche, Lagerräumen und dergleichen mehr. Aula und Speisesaal, die durch eine Faltwand getrennt sind, umfassen zusammen sogar 360 Quadratmeter, wie Wagner verriet. Der Architekt sprach von einem „einheitlichen Bild“, von einem „Passstück“, das sich gut einfüge.

Schulreferent Josef Eschlwech pflichtete ihm bei. Man schlage „zwei Fliegen mit einer Klappe“, urteilte er in Bezug auf eine anstehende Renovierung des Eingangsbereiches. Er sei wesen in die neuen Überlegungen eingebunden gewesen und habe bald erkannt, dass die neuen Pläne „besser als die Ostvariante“ seien. Auch Beate Frommhold-Buhl sprach sich eindeutig für die neue Planung aus. Ihr erscheine es wichtig, dass der Schulhof nicht an Platz verliere, zum anderen verbaue man sich nichts bei einer möglichen Erweiterung der angrenzenden Käthe-Winkelmann-Halle.

Letzteres hatte in der Debatte im Vorjahr ausdrücklich noch zu Bauchschmerzen geführt im Gremium. „Eine gelungene Planung“, stellte Frommhold-Buhl jetzt fest. Und sie fügte an, dass auch die Schulleitung damit zufrieden ist. Wagner räumte indes ein Missverständnis bezüglich der Deckenkonstruktion des vorgesehenen Pultdaches aus. Das von ihm erwähnte „Holzfaltwerk“ bedeute nicht, dass man das Dach etwa auffalten könne, sondern der Begriff der Konstruktion geschuldet sei.

Zu einer, wenn auch als klein einzustufenden, Kostenmehrung könnte die von Umweltreferent Florian Pflügler angeregte Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mensa führen. Ausschließen wollte man dergleichen im Gremium nicht. Noch dazu hatte Wagner erklärte, dass es möglich sei und wahrscheinlich keine allzu großen technischen Umstände mache.

Aus Sicht von Rektorin Marietta Hager geht mit der jetzt getroffenen Entscheidung ein über zehn Jahre dauernder Prozess zu Ende. Zuerst habe man ja noch daran gedacht, ein eigenständiges Gebäude unter Einbeziehung der Vhs zu bauen. Auf die Idee mit dem Anbau im Eingangsbereich ist man laut Hager gekommen, weil man sowieso etwas an dem bestehenden „maroden und korrodierten Glasanbau“ hätte machen müssen.

Alexander Fischer

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