Infos aus erster Hand von der Bürger Energie Genossenschaft

Energiewende: Neufahrns Grüne wollen voll durchstarten

Andreas Henze von der BEG erläuterte den Ist- Zustand der Energieversorgung.

Die BEG hat sich die Energiewende auf die Fahnen geschrieben. Wie weit man auf dem Weg dorthin schon ist, wollten die Neufahrner Grünen aus erster Hand wissen.

Neufahrn - Das Ziel der Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land ist die dezentrale Vollversorgung mit erneuerbaren Energien in den drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. Bei einer Online-Veranstaltung der Neufahrner Grünen am Donnerstag sprachen BEG-Vorstand Andreas Henze sowie Gemeinderat und Umweltreferent Frank Bandle über die Bedeutung von erneuerbaren Energien. 
Die BEG ist der wichtigste Akteur in Landkreis, wenn es um erneuerbare Energien und einen Landkreis auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit geht. Dabei ist es der Genossenschaft besonders wichtig, ihre Projekte stets mit Bürgerbeteiligung zu realisieren: Bürger-Solardächer, Bürger-Solarpark, Bürger-Windrad oder Mietstromprojekte sind nur ein paar Beispiele für die Energiewende mit Einbeziehung der Bürger im Landkreis. Eines der aktuellsten Projekte sind auch Elektroladesäulen, die die BEG in 17 Gemeinden im Landkreis errichten lässt, damit Elektromobile künftig auch in kleineren Ortschaften geladen werden können. Über diese und zahlreiche weitere Projekte sprach Vorsitzender Andreas Henze beim virtuellen Zusammenkommen.

Ein weiteres großes Projekt startet nun ganz aktuell: Am 27. Juni ist Termin für den Spatenstich für den Solarpark in Mintraching. „Spätestens in sechs Monaten gibt es dann auch von dort nachhaltigen Strom“, sagte Henze. Die Firma „OneSolar“ wird den Solarpark auf dem zehn Hektar großen, dafür vorgesehenen Grundstück errichten. Die Anlage soll rund zehn Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Das entspricht etwa einem Anteil von einem Fünfundzwanigstel dessen, was der Landkreis an Freiflächenanlagen braucht, um sich auf das Klimaschutzziel, der CO2-Neutralität, zuzubewegen.

Um dieses Ziel zu erreichen könne man laut BEG-Vorstand Andreas Henze jedoch nicht ausschließlich auf Freiflächenanlagen wie in Mintraching setzen. „Damit Freising und das Umland zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien funktionieren, bräuchten wir zusätzlich rund 34 Windenergieanlagen und Photovoltaikanlagen auf 30 Prozent der Dachflächen. „Auf mehr Dächern Module zu haben wäre zwar toll, allerdings werden wir im freiwilligen Bereich wohl nicht mehr als 30 Prozent verwirklichen können“, so Henze. Die Deadline hierfür ist das Jahr 2035: Sollte man das „1,5 Grad Celsius-Ziel“ des Pariser Klimaabkommens unterstützen wollen, dann muss der Landkreis Freising bis zu diesem Zeitpunkt klimaneutral funktionieren.

In Neufahrn überlegt laut Umwelt- und Energiereferent Frank Bandle die Sozialstation, ob man eine Photovoltaikanlage auf dem Dach verwirklichen wolle. Auch die zweite Jahnhalle sei laut des Grünen-Gemeinderats dafür bereits ausgewählt worden.

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Da das Thema im alten Gemeinderatsgremium nicht gern gesehen war, gilt es nun für Bandle, nach den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr voll durchzustarten und die erneuerbaren Energien auch in der Gemeinde Neufahrn noch weiter voranzubringen. Dieses Versprechen gab er auch den Zuhörern des virtuellen Vortrags, bei dem Bandle neben den regionalen Zielen auch auf die weltweite Klimasituation einging.

Pascale Fuchs

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