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Ein trauriges Bild gibt das alte Mesnerhaus in Neufahrn ab: Auch zwei Jahre nach dem Dachstuhlbrand ist das altehrwürdige Gebäude eine Baustelle. 

neufahrner Mesnerhaus

„Es tut sich gefühlt gar nichts“

Das alte Mesnerhaus in Neufahrn gibt auch gut zwei Jahre nach dem Dachstuhlbrand ein trauriges Bild ab. Die zur Verhüllung der Baustelle verwendeten Planen hängen teils in Fetzen und flattern wie Segel im Wind. Dabei ist der Dachstuhl längst instandgesetzt, das Dach neu eingedeckt. Das sorgte für Kritik im Gemeinderat.

Neufahrn„Beim Mesnerhaus tut sich gefühlt gar nichts“, monierte SPD-Gemeinderätin Beate Frommhold-Buhl. „Still ruht der See“, schob sie süffisant hinterher. Man sehe jedenfalls nichts davon, dass Arbeiten an dem Gebäude stattfänden. Sie stellte deshalb die Frage in den Raum: „Geht da nichts weiter?“ Außerdem interessierte sich Frommhold-Buhl dafür, ob eigentlich „alles in trockenen Tüchern“ sei.

Bauamtsleiter Michael Schöfer verwies auf einen Termin mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Februar. Dabei sei das bisherige Sanierungskonzept diskutiert worden und das von Architekt Reinhard Fiedler von außen angesetzte Treppenhaus, wohlgemerkt neben dem Aufzug, „sehr kritisch hinterfragt worden“, wie Schöfer erklärte. Die Folge war, dass an dem Punkt die gesamte Planung überarbeitet werden musste, führte Schöfer aus. Außerdem seien Statikberechnungen durchzuführen. Obwohl das Gebäude seit Jahrhunderten stehe, seien Zweifel an der Stabilität aufgekommen. Der Nachweis sei nach heutigen Anforderungen noch nicht gegeben. Unter anderem liege das auch daran, dass im Bereich des ehemaligen Saurerkellers das Höhenniveau gesenkt worden sei – „bis an die Unterkante der Fundamentierung“, führte Schöfer aus. Auch hier seien weitere Untersuchungen von Nöten.

In Sachen Archäologie seien ebenfalls Dokumentationen zu erstellen. Gleichzeitig müsse man bis zu einem neuen Termin mit dem Landesamt für Denkmalpflege an dem Sanierungskonzept weiterarbeiten. „Wir versuchen das so zeitnah wie möglich hinzubekommen“, bat Schöfer um Geduld. Dass unter diesen Voraussetzungen eine neue Kostenermittlung notwendig sei, wollte Schöfer nicht ausschließen.

Markus Funke (FDP) regte indes an, das provisorische Dach abbauen zu lassen. Das würde doch bestimmt auch „ein paar Euro im Monat kosten“, vermutete er. Schöfer wird nachfragen, warum das noch nicht geschehen ist.

Alexander Fischer

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