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Bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Neufahrn kündigte Vorsitzender Heinz Unterholzner seinen Rücktritt an.

Freie Wähler Neufahrn: Vorsitzender kündigt Rücktritt an

Neufahrn - Die Freien Wähler in Neufahrn stehen vor Veränderungen: Nach 28 Jahren wird Vorsitzender Heinz Unterholzner bei den Neuwahlen im kommenden Jahr nicht mehr kandidieren.

28 Jahre, acht davon als Schriftführer und 20 Jahre als Vorsitzender, „sind genug“, erklärte FW-Urgestein Heinz Unterholzner am Dienstag vor gut 20 Mitgliedern im Hotel Maisberger in Neufahrn. „Ich werde nicht mehr antreten“, kündigte er mit Blick auf die Neuwahlen im kommenden Jahr an. Und das mit einer Bestimmtheit, die in der letzten von ihm geleiteten Jahreshauptversammlung jeden Einwand verbot.

Das Treffen am Dienstag war geprägt vom Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden, von einem Ausblick auf die nächste Gemeindratssitzung von Fraktionsvorsitzendem Josef Eschlwech sowie von einer Situationsbeschreibung Seidenbergers.

Unternholzner verwies etwa auf die Ortsteilversammlungen der Freien Wähler: „Wir sind die einzige Gruppierung, die in alle Ortsteile geht.“ Auch wenn die Besucherzahlen heuer bis auf die Versammlung in Mintraching „überschaubar“ gewesen seien, so habe man doch Präsenz gezeigt und viel erfahren.

Eschlwech betonte, dass es sich bei der Fraktion der Freien Wähler um eine „Truppe von fünf Leuten“ handle, die mit „gesundem Menschenverstand an die Probleme herangeht“. Einen Fraktionszwang gebe es nicht, sagte Eschlwech und verwies auf einen „fairen Umgang mit Menschen, die anderer Meinung“ seien.

In seinem Ausblick auf die nächste Gemeinderatssitzung bezog er etwa Stellung zur Nutzung der ehemaligen Radarstation in Giggenhausen. Das Gelände diene als Ausgleichsfläche für das Baugebiet Neufahrn-Ost, erklärte Eschlwech. Seine Ansicht, man könne es der Natur überlassen, habe er revidiert – wegen entsprechender Auflagen. Anderseits habe sich gezeigt, dass die Vereine weniger Interesse an dem Gelände zeigten, als gedacht.

Thomas Seidenberger lobte das gute Verhältnis zwischen ihm und seinen beiden Bürgermeisterkollegen Franz Heilmeier (Grüne) und Hans Mayer (CSU). Zur Lage im Gemeinderat sagte Seidenberger, dass es mitunter schwer sei, wegen der Sitzverteilung und der unterschiedlichen Gruppierungen Mehrheiten zustandezubringen. Es gebe „immer mehr Zusammenschlüsse“. Ihm gehe es aber nicht darum, „sich politisch zu profilieren“, sondern zusammenzustehen, „wenn man das Gefühl hat, das muss jetzt angepackt werden“. Zur finanziellen Lage der Gemeinde sagte Seidenberger, angelehnt an den Berlin-Slogan: „Wir sind vielleicht arm, aber sexy.“

Alexander Fischer

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