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Bei der Arbeit: (v. l.) Architekt Nepomuk Wagner, Bauleiter Peter Wondra, Bürgermeister Franz Heilmeier, SPD-Gemeinderätin Ursula Schablitzki, Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl und Bauamtsleiter Michael Schöfer.

Spatenstich für Sozialen Wohnungsbau in Neufahrn

Gebäude ohne Keller, dafür aber „auf Federn“

Dass der Schallschutz bitter nötig ist beim Bau der neuen Sozial- und Einfachstwohnungen am Bahndamm Neufahrn, davon konnte man sich beim Spatenstich überzeugen. Währenddessen fuhr nämlich ein unüberhörbarer Güterzug vorbei. Unweit der Gleise entstehen für knapp sieben Millionen Euro insgesamt 27 Wohnungen.

Neufahrn – Für den Spatenstich war es eigentlich schon zu spät. Denn die Bauarbeiten für das im Zuge des Kommunalen Wohnungsbauprogrammes des Freistaates mit zwei Millionen Euro geförderten Projektes haben längst begonnen. Bei der Förderung war man indes früh dran, betonten Bürgermeister Franz Heilmeier und Architekt Nepomuk Wagner, bevor die Spaten ausgeteilt wurden – und man zur Tat schritt.

„Eines der ersten Projekte“, erklärte Wagner zum Förderprogramm. Heilmeier freute sich ebenfalls, so „früh dran“ gewesen zu sein mit dem Förderantrag. Für angemessenen, bezahlbaren Wohnraum zu sorgen in Neufahrn war zuletzt ein großes Anliegen im Gemeinderat. Unter anderem hatte Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl (SPD) darauf gedrängt. Die war jetzt auch mit von der Partie, als es galt, symbolisch den Spaten anzusetzen für den Bau von 12 Einfachstwohnungen und 15 Appartements, die den üblichen Standard für Sozialwohnungen erfüllen, wie Wagner erklärte. Die entsprechenden Größen bewegen sich von 27 bis 60, respektive zwischen 46 und 99 Quadratmetern. Auf der Baustelle am Bahndamm entstehen Zwei- bis Fünfzimmer-Wohnungen.

Als Fertigstellungstermin der östlich des Ligusterwegs gelegenen Wohnanlage nannte Heilmeier den Sommer nächsten Jahres. Da traf es sich gut, dass die Arbeiten an den Fundamenten schon fortgeschritten sind. Wie Peter Wondra, im Rathaus zuständig für den Hochbau, betonte, trägt man beim Bau der naheliegenden Bahnlinie in spezieller Weise Rechnung. Laut Wondra geht es nämlich nicht allein um Lärmschutz, sondern auch darum, die durch die Züge verursachten Erschütterungen abzufedern – mit speziell gedämmten und unterlegten Fundamenten, die das Gebäude praktisch vom Boden entkoppeln.

Einen Keller in dem Sinne gibt es nicht beim sozialen Wohnungsbau am Bahndamm. Die Technikräume und die Abstellräume sind „in einem Riegel“, einem Gebäudeteil parallel zur Bahnlinie untergebracht. Die wiederum stellen besagten, unverzichtbaren Schallschutz dar. Dass die Wohnungen barrierefrei sind und beide Gebäudeteile über einen Aufzug verfügen, versteht sich nach den Worten von Wagner von selbst.

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