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Schecks und Belohnungskrapfen: Die fleißigen Klöpfelkinder übergaben ihre gesammelten Spenden an die Empfänger.

Spendenübergabe in Mintraching

Geburtstagskind unterstützt Klöpfelkinder

Mintraching – Es werden weniger, aber sie sammeln immer noch verdammt viel. Die Klöpfelkinder haben heuer allein im Mintraching 1400 Euro zusammengebracht – nur 100 Euro weniger als im Vorjahr. Und das, obwohl es da noch ein paar mehr Kinder gewesen waren, die sich auf den Weg machten, um an den Haustüren anzuklopfen und nach einer kleinen Spende zu fragen. Zur Überraschung aller kam es sogar noch besser bei der Spendenübergabe im Alten Schulhaus.

Die in Mintraching ansässige Landwirtin Christine Meidinger füllte den Spendentopf ordentlich auf. Und das kam so: Sie hatte kürzlich ihren 75. Geburtstag gefeiert – ebenfalls im Alten Schulhaus. Statt Geschenke anzunehmen hatte sie die Parole ausgegeben, Geld für einen guten Zweck zu spenden. „Ich hab’ doch alles, ich brauche nichts“, erklärte Meidinger. Sage und schreibe 2000 Euro hatte sie mitgebracht.

Damit gingen heuer stolze 3000 Euro nach Quito zugunsten eines Straßenkinderprojektes. Seit Jahrzehnten schon unterstützen die Klöpfelkinder das einst von der Dominikaner-Schwester Sigmunda ins Leben gerufenes Hilfsprojekt in Ecuador. Sie richtete dort, in Quito, selbst eine Schule ein, gab den Kindern zunächst zu essen, einen Schlafplatz und dann sogar eine Perspektive.

Im September vergangenen Jahres ist Schwester Sigmunda, die oft selbst die Spenden für ihr Projekt in Empfang nahm gestorben. An ihre Stelle trat Hildegard Mayerhofer, die das Geld für die Stiftung in Empfang nahm.

400 Euro händigten die Klöpfelkinder zusammen mit ihrer Betreuerin Brigitte Brandmeier an Pater Bernd vom Hilfsprojekt „Omnibus“ in München aus. Der Franziskaner erklärte den Kindern, dass das mit einem Autobus nicht zu tun hat. Omnibus sei Lateinisch und bedeute „für alle, durch alle“. Man unterhalte nahe der Haunerschen Kinderklinik in München ein Haus, in dem Eltern übenachten und wohnen könnten, wenn deren Kinder schwer krank seien und besonderer Betreuung bedürften.

Bürgermeister Franz Heilmeier sprach den Beteiligten seinen Dank aus. „Ihr setzt Euch ein für Menschen die Hilfe brauchen“, lobte er die Klöpfelkinder, die heuer nur noch zu zehnt um die Häuser zogen. Auch für Brandmeier hatte der Rathauschef lobende Worte: „Ohne Dich würde es nicht gehen.“

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