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Die Belange der Senioren hörte sich Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl (hinten links) genau an – und sagte zu, einige der Themen auch bei den Bürgerversammlungen anzubringen. 

Treffen in Hetzenhausen 

Gemeinde Neufahrn: Senioren möchten mobiler sein - das sind die Vorschläge

Nachholbedarf hat die Gemeinde Neufahrn offenbar in Sachen Senioren: Das erste Treffen der älteren Generation in Hetzenhausen förderte viel Verbesserungswürdiges zutage – und einige der Punkte sollen bei den kommenden Bürgerversammlungen geklärt werden.

Neufahrn Was bewegt die älteren Mitbürger in den umliegenden Ortsteilen des Gemeindebereiches Neufahrn? Diese Frage sollte das erste Seniorentreffen, organisiert von Massenhausens Ortssprecher Otto Radlmeier und den Vertretern für Giggenhausen, Hetzenhausen und Fürholzen im Gasthof Hofmeier in Hetzenhausen klären.

Bereits vor Wochen hatte Neufahrns Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl einen umfangreichen Fragenkatalog an die Haushalte der Bürger verteilen lassen – wobei speziell auf die jüngeren Einwohner eingegangen wurde. Nun sollten aber auch gesondert die Belange der älteren Mitbürger im Vordergrund stehen.

Eines der Hauptanliegen in der Diskussionsrunde war die Verkehrssicherheit in den Ortsteilen. Vielfach fehlen demnach Bürgersteige – und damit müsse die Straße benutzt werden, auch bei laufendem Durchgangsverkehr. In der Ortsmitte Fürholzen komme noch die Einengung und S-Kurve hinzu, die auch für Schulkinder mit der Haltestelle eine Gefährdung darstellt. In Sachen Geschwindigkeitsbeschränkung, die sich die Gäste in diesem Bereich wünschten, überbrachte Beate Frommhold-Buhl eine Hiobsbotschaft: Die Straße sei als Staatsstraße definiert, die eine Einschränkung nicht zulässt. Abhilfe würde nur eine Herabstufung zur Gemeindestraße bringen – mit der Konsequenz, dass damit alle anfallenden Kosten von der Gemeinde beziehungsweise den Anwohnern getragen werden müssten. Dies gelte Frommhold-Buhl zufolge auch für die ähnliche Situation in Giggenhausen.

Ein weiterer großer Kritikpunkt ist die unbefriedigende Mobilität durch öffentliche Verkehrsmittel. Hier räumte die Sozialreferentin nach Prüfung der Fahrpläne Defizite ein. Schulbusse dürften von den Bürgern nicht mitbenutzt werden. Eine Verbesserung der Situation könnte allerdings ein Vorschlag aus der Versammlung bringen, der schon in anderen Gemeinden erfolgreich praktiziert wird. Man setzt dazu auf die Mithilfe der Ortsteilbewohner. Im Gemeindebereich werden an zentralen Punkten Mitnahmebänke installiert, auf die man sich setzt, um dann von motorisierten Ortsbewohnern mitgenommen zu werden. Notwendigerweise sollten diese auch einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und die Mitnahmebänke auf ihrem Weg ansteuern. Eine andere Alternative wäre ein Ruftaxi wobei die Bedarfs- und Kostenfrage freilich offen ist.

Zustimmung fand auch der Wunsch an die Gemeinde für ein Bürgerbüro mit Hilfestellung bei Behördenanträgen oder Vermittlung an kompetente Fachberatungsstellen. Hier sieht Frommhold-Buhl allerdings erhebliche Raumprobleme in der Gemeinde, um so etwas anzubieten. Als Ersatz könnte auch eine Initiative wie in Massenhausen helfen. Dort treffen sich jeden dritten Donnerstag die Senioren im Feuerwehrhaus. Abschließend wies die Sozialreferentin noch auf einen Flyer hin, der die Wohnsituation im Alter beinhaltet.

In Planung sei bereits ein Projekt für betreutes Wohnen mit barrierefreien Zugängen. Die nächste Bürgerversammlung findet dann in Giggenhausen am Mittwoch, 25. Oktober, und am darauffolgenden Tag in Massenhausen statt. Beate Frommhold-Buhl will einige der Punkte dort auf die Tagesordnung bringen.

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