die geweihte Fahne
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Ein Prachtexemplar: Die Giggenhausener Schützen sind sichtlich stolz auf die gerade geweihte Fahne.

Verspätete Jubiläumsfeier des Schützenvereins

100 Jahre Eintracht Giggenhausen – aber bitte mit Fahne!

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Mit einem Jahr Corona-Verzug feierten Giggenhausens Schützen den 100. Geburtstag. Das größte Geschenk hatte sich die Eintracht selbst gemacht: eine neue Fahne.

Giggenhausen – Die Festdamen im feschen blau-grünen Dirndl, die Burschen in Lederhose und mit Hut – die Mitglieder des Jubiläumsvereins und die Gäste boten vor allem auch am Sonntag ein eindrucksvolles Bild. Kein Wunder, war nach dem Auftritt von Comedian Chris Boettcher am Freitag (wir haben berichtet) doch der Sonntag der Tag, an dem man die Traditionen genießen konnte, auf die man wegen der Pandemie so lange verzichten musste: das Wecken, das Weißwurstfrühstück, vor allem den Gottesdienst und die Fahnenweihe mit Militärdekan Artur Wagner, das Mittagessen und am frühen Nachmittag das Fahnenschwingen mit Übergabe der Erinnerungsbänder.

Schirmherr und Rathauschef Franz Heilmeier: ein Plädoyer fürs Miteinanderfeiern

Es war eben so, wie man es schon immer gemacht hat, was sich bewährt hat und was so eine Dorfgemeinschaft wie Giggenhausen und die Freundschaft zu anderen Vereinen ausmacht. Dass man also eigentlich den 101. Geburtstag beging, konnte die gute Stimmung nicht trüben. Wie hatte schon Schirmherr und Rathauschef Franz Heilmeier in seinem Grußwort zur aufwendig gestalteten Festschrift festgestellt? „Es macht unser Leben zu einem nicht unerheblichen Teil aus, dass wir auch miteinander feiern und dafür unsere Fähigkeiten, Kräfte und Ideen einbringen können.“

Nach der Theorie die Praxis: Das Fahnenschwenken samt Übergabe der Erinnerungsbänder war der Höhepunkt des Programms am Sonntagnachmittag.

Einer der Höhepunkte in Sachen Stimmung war das Fahnenschwenken samt Übergabe der Bänder. Ein Fähnrich nach dem anderen wurde aufgerufen, um vor dem jubelnden und applaudierenden Publikum seine Kunst zu zeigen, seine Muskeln spielen zu lassen und auch die nötige Standfestigkeit zu beweisen, während die Musik im Dauereinsatz war und sich die Festdamen teilweise vor den geschwenkten Fahnen in Sicherheit bringen mussten. Der Nachwuchs vergnügte sich derweil beispielsweise beim Dosenwerfen oder bei Kletter- und Turnübungen an dem hölzernen Fahnenständer.

Der Metzgerwirt ist nun mal unverzichtbar

Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass der Metzgerwirt als Zentrum einer lebendigen Dorfgemeinschaft unbedingt erhalten werden muss, der Sonntag und der 100. Geburtstag des Schützenvereins Eintracht Giggenhausen hat ihn eindrucksvoll geliefert.

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