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Die Kandidaten der Grünen im Überblick: Siglinde Lebich (Direktkandidatin Bezirkstag), Susanne Günther (Listenkandidatin Landtag), Johannes Becher (Direktkandidat Landtag) und Sabina Brosch (Listenkandidatin Bezirkstag). 

Grünen-Kreisverband stellt Kandidaten auf

Dieses Quartett will Verantwortung übernehmen

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Das Quartett, mit dem die Kreis-Grünen in die Wahlen 2018 ziehen werden, ist komplett. Und auch wenn die Kandidaten kampfbereit und optimistisch sind, ist allen klar, dass es kein Zuckerschlecken wird.

Neufahrn – Dort, wo ein Grüner Bürgermeister ist, haben die Grünen am Mittwoch ihr Kandidatenkarussell für die Landtags- und Bezirkstagswahlen 2018 vollständig besetzt. Nachdem bereits Mitte Oktober Johannes Becher aus Moosburg zum Direktkandidaten für die Landtagswahl gekürt worden war, folgten nun bei der Versammlung in Neufahrn die anderen drei Bewerber, die für die Grünen im Landkreis möglichst viele Stimmen sammeln sollen.

Susanne Günther (45) heißt die Frau, die als Listenkandidatin für den Landtag mithelfen will, dass „Jojo“ im Maximilianeum die Nachfolge von Christian Magerl antreten kann. Günther, Stadträtin in Freising und seit fünf Jahren in der Pressestelle des Landtags beschäftigt, war sich sicher: In der kommenden Legislaturperiode werde über die Startbahn entschieden. Aber alle, die sich für die Umwelt einsetzten, würden einen „schweren Stand“ haben, wenn Markus Söder Ministerpräsident wird. Günther freute sich auf einen spannenden Wahlkampf. Von 34 Grünen bekam sie 29 Ja- und drei Nein-Stimmen. Zwei Mitglieder enthielten sich.

Eine Kampfabstimmung gab es um den Posten der Direktkandidatin für den Bezirkstag: Mit 19: 14 setzte sich dabei Siglinde Lebich gegen Sabina Brosch durch. Lebich, seit 2014 Gemeinderätin in Eching und Leiterin des Altenservicezentrums dort, betonte, die Qualität der Pflege und anderer Bereiche, für die der Bezirk zuständig sei, sei ihr „tägliches Brot“. Schon seit 30 Jahren habe sie immer wieder mit dem Bezirk zu tun, habe sich deshalb überlegt: „Bezirk könnte passen. Da kann man noch was anschieben“, so Lebich zu ihrer Motivation.

Die Unterlegene war Sabina Brosch, Gemeinderätin Hallbergmoos und dort Kltur- und Partnerschaftsreferentin, von Beruf freie Journalistin. Broschs Credo für ihre politische Arbeit: „Alle Menschen sollen gleich fair am Leben teilhaben können.“ Der Kampf gegen Kinder- und Altersarmut, aber auch das klare Bekenntnis zum Umweltschutz, das wären die Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit. Nachdem Brosch in der Abstimmung für das Direktmandat unterlegen war, wurde sie einstimmig zur Listenkandidatin für die Bezirkstagswahl gekürt.

Nach den Wahlen folgten die Berichte: Becher versicherte, man habe die notwendigen 25 000 Unterschriften für das Volksbegehren gegen den Flächenfraß bald zusammen. Und auch Becher war sich sicher, dass in der folgenden Legislaturperiode die Entscheidung zur Startbahn fallen werde. Die Staatsregierung ignoriere zwar die Zahlen und die Belastungen, aber „was die kapieren, ist das Ergebnis bei der Wahl“.

Gemischt fiel der Bericht von Toni Wollschläger aus dem Kreistag aus: Der Bau neuer Schulen sei wichtig und richtig – ganz anders als Maßnahmen wie die Westtangente, die Nordostumfahrung oder der Turbokreisel an der Kreuzung FS 44/FS 45.

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