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Verkehrsinselsituation: Zwischen der neuen Bahnstrecke zum Flughafen, der Zugtrasse München-Regensburg und der A 92 soll die Freiflächenfotovoltaikanlage entstehen.

Gut für 12 600 Menschen, Umwelt und Gemeindekasse

Im Bereich der Neufahrner Gegenkurve soll eine knapp zehn Hektar große Freiflächenfotovoltaikanlage entstehen. Kooperationspartner ist die Bürger-Energie-Genossenschaft Freising, wie jüngst im Bauausschuss bekannt wurde. Das wäre gut für die Bürger, die Umwelt – und nicht zuletzt auch für die Gemeindekasse.

Neufahrn Bis zu 100 000 Euro Gewerbesteuer verspricht eine Kalkulation der Firma „OneSolar“ für das Projekt. Das Geld allein war jedoch nicht ausschlaggebend für die Zustimmung im Bauausschuss. Für Umweltreferent Florian Pflügler standen andere Parameter der Freiflächenfotovoltaikanlage im Vordergrund: zum Bespiel die elf Millionen Kilowattstunden Strom, die man dadurch pro Jahr gewinnen und die über 3100 Haushalte, die man damit versorgen könnte. Nach Schätzung von „OneSolar“ könnten 12 600 Menschen von der Anlage in Neufahrn profitieren. Aus Sicht von Pflügler schlagende Argument für das Projekt. Er sprach von einem „großen Schritt in Richtung kommunale Energiewende“ und davon, dass man dadurch im Nu „von 50 Prozent auf zwei Drittel“ kommen würde beim Bemühen, so viel Strom wie möglich aus regenerativer Energie zu gewinnen.

Wohl ein mit entscheidender Faktor für die Zustimmung war die Lage der Anlage, die quasi im Dreieck zwischen der neuen Bahnstrecke zum Flughafen, der A 92 und alten Zugtrasse München-Regensburg angesiedelt ist. „Eine Verkehrsinselsituation“, wie Bauamtsleiter Michael Schöfer bei der Vorstellung der Pläne feststellte. Wie er konkretisierte, entspricht das ziemlich genau den Vorgaben der Landesplanung, wonach an Hauptverkehrsadern gelegene Flächen bevorzugt herangezogen werden sollen, für derartige Anlagen.

Entschieden ist jedoch noch nichts. Die Abstimmung im Bauausschuss gilt nur als Empfehlung an den Gemeinderat. Der wird jedoch auch einen weiteren Pluspunkt der Solaranlage wohlwollend zur Kenntnis nehmen: Ihre Erweiterungsfähig Richtung Osten. So könnten zusätzlich 2,2 Millionen Kilowattstunden jährlich und noch einmal rund 20 000 Euro Gewerbesteuer gewonnen werden.

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