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Abschied vom OMG : Franz Vogl (2. v. r.) würdigten Bürgermeister Franz Heilmeier, Vizelandrat Robert Scholz und Ministerialbeauftragter Richard Rühl (v. l.) 

Abschied vom Schulleiter

Gymnasium Neufahrn: OMG-Chef Vogl geht

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Nach zehn Jahren an der Spitze des OMG wurde jetzt Franz Vogl (64) in Neufahrn in den Ruhestand verabschiedet.

Neufahrn – Er sei „ein digitaler Führungsjunkie“ gewesen, ein Mann, der mit seiner Autorität und Tatkraft auch mal „anstrengend“ gewesen sei, dessen Leidenschaft, Kompetenz und Idealismus die Schule aber weit vorangebracht habe: Franz Vogl (64), der nach zehn Jahren als Schulleiter des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums in Neufahrn gestern verabschiedet wurde.

In der Aula der Schule, die ihm „zur zweiten Heimat“ geworden sei, so Vogl, hatten sich Familie, Weggefährten, Kollegen und Prominenz eingefunden, um Vogl zu würdigen. „Mit viel Herzblut, sehr viel Herzblut“ habe er das OMG zum „Vorreiter beim digitalen Unterricht“ gemacht, gab Vogls Stellvertreterin Juliane Stubenrauch-Böhme ein zentrales Thema aller Reden und Grußworte vor.

Leidenschaftlich und hartnäckig

Richard Rühl, der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberbayern-Ost, nannte Vogl einen „digitalen Führungsjunkie“, lobte seine Energie und all seine „Visionen, dass was geht“. Dass Vogl jetzt wohl auch die Ruhe genießen könne, glaubte Vize-Landrat Robert Scholz, der neben der Digitalisierung auch noch ein anderes „Steckenpferd“ Vogls nannte: Tanzen. Die Tanzeinlagen des OMG-Tanzprojekts dürften Vogl deshalb besonders gefallen haben. Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeier beschrieb den scheidenden Schulleiter als leidenschaftlich und hartnäckig, ein „Typ“, der das OMG stets weiterentwickeln wollte. „Und das hat der Schule gutgetan.“

Nach Reden des Elternbeirats und des Fördervereins fand Personalratsvorsitzende Andrea Kessel auch kritische Worte: Die Konferenzen seien „lang und breit“ gewesen, manchmal hätten sich die Lehrer etwas mehr Rücksicht gewünscht. Aber man habe sich zusammengerauft und am Ende „ein ausgeglichenes Arbeitsklima“ gehabt. Schülersprecher Nicholas Wilke lobte Vogl: „Sie waren Rektor dieses Gymnasiums. Seien Sie stolz darauf!“

Ein gelungenes Lehrerleben

Stolz war aber nicht das Thema in Vogls Abschiedsrede. Nein: Glück und Dankbarkeit seien es, mit denen er auf sein Leben und Lehrerdasein zurückblicke. Denn er habe viel Glück gehabt – Glück, echte Freunde zu haben, Glück mit seinen eigenen Lehrern damals am Dom-Gymnasium, Glück, vor 45 Jahren seine Ursula gefunden zu haben, Glück mit den Schulen, Glück mit den Kollegen und auch mit den Schülern. Inhalt seines „gelingenden und gelungenen Lehrerdaseins“ sei es, „dass aus unseren Schülern was wird“. Das sei der Job der Lehrer. Und deshalb war er auch seinen Kollegen am OMG dankbar: „Natürlich gab es Kritik“, wusste Vogl, „es musste Reibereien geben“ angesichts der Pläne, die er immer wieder gehabt habe. Aber nicht erst in seiner „gelassenen Schlussphase“ sei es immer das Bestreben aller gewesen, das Beste für Schule und Schüler zu erreichen. Die Dankbarkeit, die er empfinde, erlaube es ihm, beruhigt loszulassen, nach einem Jahr Freistellung dann die Urkunde zu empfangen. Auch weil ihm „das S-Bahnfahren sicher nicht fehlen wird“.

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