Die Versammlung im Gasthof Hofmeier
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Nach der Corona-Pause im Vorjahr war Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeier (r.) heuer wieder zur Bürgerversammlung nach Hetzenhausen gekommen.

Bürgerhaushalt spielt Hauptrolle bei Bürgerversammlung

Umstrittene Wegmarkierungen und eine „verschobene“ Rutsche beschäftigen die Hetzenhausener

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Zwei Themen aus dem Bürgerhaushalt beschäftigen die Hetzenhausener. Das stellte sich jetzt bei der Bürgerversammlung heraus.

Hetzenhausen - Fast zwei Jahre ist es her, dass Neufahrns Rathauschef Franz Heilmeier zur Bürgerversammlung in Hetzenhausen war. Damals stellte sich die drohende Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr als das große Thema dar. Am Donnerstag nun war Heilmeier wieder in Hetzenhausen. Großes Thema dieses Mal: der Bürgerhaushalt, speziell die Rutsche für den Spielplatz.

Der Ortssprecher heißt weiterhin Jakob Ziegltrum

Im Herbst 2019 habe „keiner geahnt, was kommen sollte“, so Heilmeier vor rund 20 Interessierten. Und weil wegen Corona die Bürgerversammlung 2020 und die Ortssprecherwahl ausgefallen waren, wurde die Wahl am Donnerstag nachgeholt: Jakob Ziegltrum bleibt Ortssprecher, erhielt zwölf Ja-Stimmen (bei drei Enthaltungen).

Und dann war zunächst Heilmeier an der Reihe, der auf wichtige Ereignisse und Daten der vergangenen zwei Jahre zurückblickte: Weil man im Jahr 2019 die 20 000er-Marke bei der Einwohnerzahl gerissen habe, seien es nun 30 Gemeinderäte. Bei der Kinderbetreuung stehe Neufahrn gut da, Engpässe gebe es hauptsächlich deshalb, weil man das Personal nicht bekomme. Die neue Krippe samt Personalwohnungen am Galgenbachweg und der neue Kindergarten samt Personalwohnungen am Sportplatz seien deshalb wichtige Investitionen im vergangenen Jahr gewesen.

Heilmeier über das Mesnerhaus: „Das wird schon ein Schmuckstück.“

Da war dann der Weg zu den Finanzen nicht mehr weit. Fazit: Man sei besser durch die Corona-Krise gekommen als befürchtet, die Einnahmen aus der Einkommensteuer seien mit 32 Millionen und aus der Gewerbesteuer mit 16 Millionen Euro in 2020 wie im Durchschnitt ausgefallen. Und so habe man mit 9,77 Millionen Euro etwas mehr Rücklagen als Schulden (9,73 Millionen). Das Geld brauche man auch, schließlich müsse man beispielsweise ständig in die Mittelschule investieren und saniere gerade das Mesnerhaus für 1,85 Millionen Euro (abzüglich 900 000 Euro Förderung), das voraussichtlich 2023 fertig werde. Heilmeier: „Das wird schon ein Schmuckstück.“

In Hetzenhausen habe man den Anbau an das Feuerwehrhaus realisiert, zudem gebe es „deutliche Verbesserungen“ beim ÖPNV, von denen auch der Ortsteil profitiere. Stichwort: Linie 695.

Ziegltrum fürchtet, das sei „der erste Schritt zu einem offiziellen Waldweg“

Danach durfte Ziegltrum seines Amtes walten, indem er Themen ansprach, die ihn und die Hetzenhausener besonders bewegen: Da waren zunächst zwei Projekte des Bürgerhaushalts, zu denen es Diskussionsbedarf gebe. Dass man die Rutsche für den Spielplatz in den ordentlichen Haushalt verschoben habe, sei ja in Ordnung. Aber da sei sie vor einigen Jahren auch schon gewesen, dürfe jetzt nicht wieder auf die lange Bank geschoben werden. Und dann hatte Ziegltrum Bedenken wegen der Wegmarkierungen an Waldwegen bei Hetzenhausen: Die Nutzer erwarteten dann „eine bestimmte Ausstattung“, befürchtete er, obwohl es doch Privatwege seien, deren Benutzung teilweise auch gefährlich sein könne. Heilmeier versicherte zwar, es werde keine Probleme mit der Haftung geben, Ziegltrum fürchtete trotzdem, das sei „der erste Schritt zu einem offiziellen Waldweg“.

Und dann war noch die Frage, wie es mit dem Straßenausbau in Hetzenhausen weitergehe. Man werde das Projekt 2022 vorbereiten und 2023 realisieren, so Heilmeier. Ob man Ausbaubeiträge von den Bürgern einziehe, müsse man noch im Gemeinderat diskutieren.

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