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Hoffnung für frierende Neufahrner Mieter: Wurde nun das Leck gefunden?

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Blick auf die Wohnanlage
An der Lise-Meitner-Straße befinden sich die Wohnungen von Dawonia, in der es über Monate immer wieder massive Probleme mit der Heizung gab. Seit Donnerstag scheint die Anlage wieder zu laufen. © Lehmann

Stundenlang keine Heizung, nur kaltes Wasser – all das mussten Neufahrner Mieter an der Lise-Meitner-Straße lange erdulden. Doch jetzt gibt es einen Lichtblick.

Neufahrn - Als Margarete V. (Name geändert) in die Anlage zog, „fiel es mir im Sommer noch gar nicht auf“. Erst, als die kalte Jahreszeit begann, begannen auch die Probleme mit der Heizung. „Wir haben am Tag meistens nur drei Stunden warmes Wasser. In diesem Zeitraum läuft auch die Heizung – dann geht sie wieder aus.“ V. und ihre Nachbarn haben dafür bereits einen Boiler in Verdacht, der zwar immer wieder gefüllt werde, „aber offensichtlich Wasser verliert“, so die Neufahrnerin. Ist der Handwerker weg, sei wenige Stunden später auch das warme Wasser wieder weg – „und dann müssen wir frieren“.

Ein Boiler verliert offensichtlich Wasser

Also hat man sich schon vor geraumer Zeit in Form von Mails und Telefonaten an die Dawonia München gewandt, die die Wohnungen in der Anlage vermietet. Doch die Reaktionen seien überschaubar gewesen. „Da wurde letztlich nie genau geprüft, woran es liegt“, hat Margarete V. festgestellt. „Und oft wurde uns Anrufern erzählt, wir seien nur Einzelfälle, die sich beschweren.“ V. hatte es sich deshalb angewöhnt, zu ihrer Mutter zu gehen, wenn sie warm duschen oder ihren Nachwuchs baden will. Ein Nachbar, so hat sie erfahren, duscht sich im Winter grundsätzlich nur noch in einem Fitnessstudio in der Nähe der Wohnanlage. „Aber das kann’s doch wohl nicht sein“, findet die Mieterin.

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Weil der eine oder andere Angst hat, möglicherweise seine Wohnung zu verlieren, hatte sich anscheinend noch keiner der Betroffenen getraut, eine Mietminderung zu verlangen. Aber nun kam Bewegung in die Sache: Über 20 Mieter der Dawonia-Siedlung trafen sich am Dienstagabend, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Man war sich einig: Passiert seitens des Vermieters nichts, will man einen Anwalt einschalten.

Bei dem Münchner Immobilienunternehmen reagierte man auf Anfrage des Tagblatts allerdings prompt: „Die Störungsbehebung wurde unmittelbar eingeleitet. Ursache ist vermutlich ein Leck im Leitungssystem, dessen Lokalisation schwierig war und ist. Offensichtlich kam es in der Folge des Lecks zu Druckschwankungen im Heizungssystem“, teilte Pressesprecherin Maren Holtermann mit. Die Arbeiten an der Beseitigung der Ursachen würden derzeit weiterlaufen. Diverse Maßnahmen („Die Anlage wird mehrfach täglich geprüft und bei Bedarf Wasser nachgespeist zum Druckausgleich“) hätten nach den Worten Holtermanns außerdem dazu geführt, „dass die Wohnungen wieder in vollem Umfang mit Wärme versorgt sind“.

Dawonia-Maßnahmen zeigen Wirkung

Grundsätzlich wolle man als verantwortungsvoller Vermieter „zum Wohlbefinden unserer Mieter beitragen“ – dazu gehörten „selbstverständlich auch eine funktionierende Heizung und die Warmwasserversorgung“. Am Donnerstag waren die Maßnahmen an der Lise-Meitner-Straße bereits zu spüren: „Die Heizung läuft und warmes Wasser haben wir auch schon den ganzen Tag“, freute sich Margarete V. Angesichts von minus 3 Grad Außentemperatur ein guter Grund, erleichtert zu sein.

ba

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