+
„Zum Blühen“ bringt der erweiterte Vorstand mit seinen Ideen den Frauenbund – und das nun schon seit 50 Jahren. Das ist allemal ein Grund zum Feiern. Und Ehrungen gab‘s auch noch für die Gründungsmitglieder Maria Ehrmeier, Renate Engler, Agnes Kummert, Regina Past, Paula Mammel und Flora Lang, sowie die ehemaligen Vorsitzenden Elke Gößl (Gründungsvorsitzende), Helene Wiesmeier, Gudrun Straß, Marie-Luise Schäufl und Rowitha Thalwieser.

Katholischer Frauenbund Neufahrn feiert seinen „Fuchziger“

Mittlerinnen von Tradition und Moderne

Über Jahrzehnte einen Verband lebendig zu halten, ist eine große Aufgabe. Der Katholische Frauenbund Neufahrn hat diese Aufgabe gemeistert. Am vergangenen Sonntag feierten die Mitglieder das 50. Bestehen ihrer Gemeinschaft.

Neufahrn – Im Jahr 1967 haben sich 45 engagierte Frauen in Neufahrn zusammengeschlossen und den Katholischen Frauenbund Zweigverein Neufahrn gegründet. Daran erinnerte Anita Schmid, Mitglied des Vorstands. Dass man sich jetzt, ein halbes Jahrhundert später, noch immer einer großen Mitgliederzahl von aktuell 225 freut, liegt sicher daran, dass die Neufahrner Frauen stets versucht haben, die Zeichen der Zeit zu erkennen.

Das beginnt schon bei der Struktur im Vorstand. Unter der damaligen Führung von Roswitha Thalwieser haben die Frauen sich bereits in den 1990-er Jahren entschieden, ihre Vorstandsstruktur zu ändern, so dass heute drei gleichberechtigte Vorsitzende den Verein leiten; neben Anita Schmid sind das noch Rita Bösl und Irmi Mayer.

Der erweiterte Vorstand besteht aus insgesamt 15 Frauen. So verteilt sich die Last und auch die Verantwortung. Jede der Frauen hat ein bestimmtes „Steckenpferd“, um das sie sich vornehmlich kümmert. „Blüten“ nannte das Pastoralreferentin Christina Brandl-Bommer, die geistliche Begleitern des Frauenbundes, die vielen Aktivitäten des Vereins im Festgottesdienst. „Säe Keimlinge der Hoffnung und du wirst Blüten den Glücks ernten“ war denn auch das Thema des Gottesdiensts. Und der „Blüten“ gibt es viele beim Frauenbund: das Lydiafest, der Kleiderbasar, das Kräuterbuschenbinden, Ausflüge, Fortbildungen, gemeinsame Gottesdienste und Feste – um nur einige zu nennen.

Für dieses Engagement dankte auch Bürgermeister Franz Heilmeier. Er bezog die Anfangsbuchstaben des Verbands, „KDFB“, auf die Eigenschaften des Frauenbundes: Der Verein würde mit seiner „Frauenpower“ einen wichtigen Beitrag für das Leben im Ort leisten und zudem die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Katholisch“, nämlich „umfassend“, immer wieder erfolgreich in die Tat umsetzen. Dieses lebendige, vielfältige Angebot ist sicher auch ein Grund, warum der Neufahrner Frauenbund einen festen Platz im Gemeindeleben hat und Frauen verschiedener Generationen anspricht. Nur so ist das Fortbestehen gesichert.

Das betonte auch Monika Arzberger, Stellvertretende Landesvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Nach der Begeisterung der Gründungsjahre sei die Herausforderung, „der Gemeinschaft eine Form zu geben, die über Jahre trägt.“ Es gehe darum, ein Angebot zu entwickeln, das immer wieder Begeisterung wecke – und das in dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. „Dem Frauenbund ist das über die letzten 50 Jahre hinweg wunderbar gelungen.“ So hatten die Frauen allen Grund zu feiern. Gut 140 Gäste waren dazu in den Franziskussaal gekommen. Man ließ es sich gut gehen, Jung und Alt plaudert an den Tischen, man aß zusammen, betete gemeinsam und auch der Humor kam nicht zu kurz.

Die ehemalige Sketch-Gruppe des Frauenbunds, bestehend aus den Aktiven Franziska Träger, Lieselotte Hüttner und Roswitha Thalwieser, kam beim Jubiläum zu neuen Ehren. Außerdem gaben Christina Brandl-Bommer und Anita Schmid den Gästen ein eigens getextetes Frauenbund-Lied zum Besten, begleitet von Andrea Eckl an der Drehorgel. Bei so viel Kreativität kann man wohl getrost freudig in die nächsten 50 Jahre gehen.                                                                                            Claudia Bauer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bundestagswahl im Live-Ticker: Irlstorfer im Bundestag - AfD zweitstärkste Kraft!
Wann gibt‘s die ersten Ergebnisse im Landkreis Freising? Wie haben unsere Wähler abgestimmt? Was sagen die Kandidaten und Parteien? Alle Infos, Ergebnisse und Stimmen …
Bundestagswahl im Live-Ticker: Irlstorfer im Bundestag - AfD zweitstärkste Kraft!
„Ich werde das nicht so einfach hinnehmen“
Er hat es wieder geschafft: Erich Irlstorfer (CSU). Doch einer, der glücklich ist, wieder vier Jahre im Bundestag sitzen und in Berlin arbeiten zu dürfen, sieht anders …
„Ich werde das nicht so einfach hinnehmen“
„Wir sind alle geknickt und enttäuscht“
Landkreis – Den Ausgang der Wahl kommentierten die Kandidaten so:
„Wir sind alle geknickt und enttäuscht“
Ausstellung zum Gefangenenlager: Den Nummern ein Gesicht geben
Lange waren sie nur Nummern, die Weltkriegsgefangenen, die in Moosburg untergebracht waren. Doch dank des Stalag-Vereins hat sich das geändert. Das beweist eine …
Ausstellung zum Gefangenenlager: Den Nummern ein Gesicht geben

Kommentare