Feuerwehr im Einsatz

Küchenbrand in Neufahrn: Fünf Personen erleiden Rauchvergiftung

Neufahrn - Bei einem Küchenbrand in Neufahrn erlitten fünf Menschen leichte Rauchvergiftungen. Betroffen waren auch Kinder und ein Rollstuhlfahrer. 

Ein Missgeschick war für den Brand verantwortlich, der sich am Freitag um 12.20 Uhr im sechsten Stock eines Mehrfamilienhauses an der Sepp-Manger-Straße in Neufahrn entwickelte. In einer Zwei-Zimmer-Wohnung fing ein Brot Feuer, das auf einem heißen Kochfeld liegengelassen worden war, und entzündete die Dunstabzugshaube über dem Herd. Auch Hängeschränke gerieten in Brand. Sofort durchzog dichter Qualm die Wohnung. Ein 62-jähriger Bewohner flüchtete mit seinem Rollstuhl in den Etagenflur, während seine 61-jährige Frau in der Wohnung zurückblieb. Ein 32-jähriger Nachbar wollte noch löschen, aber der Rauch versperrte ihm die Sicht. Er musste sich erfolglos zurückziehen. Die drei Personen sowie die beiden 5 und 13 Jahre alten Enkelkinder, die sich bei Ausbruch des Brandes im Flur befanden, erlitten leichte Rauchvergiftungen. 

Die Feuerwehren aus Neufahrn, Mintraching und Eching rückten mit über 50 Einsatzkräften an. Zusammen mit der Polizei evakuierten sie alle Bewohner im sechsten Stockwerk und brachten die Verletzten ins Freie. Zeitgleich löschten sie von außen mit der Drehleiter und mit einem Atemschutz-Trupp von innen in wenigen Minuten das Feuer. Der Sachschaden an der teilweise ausgebrannten Küche wird auf zirka 15.000 Euro geschätzt. Der Notarzt untersuchte die Leichtverletzten und ließ sie anschließend mit drei Rettungswagen in Kliniken nach München und Freising bringen. Die evakuierten Personen konnten gegen 13 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren: Die Feuerwehr hatte den Qualm mit einem Lüfter aus dem Etagenflur ins Freie geblasen.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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