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Verteilten die ersten Postkarten: (v. l.) Monika Kasparek (stellv. Ortssprecherin), Dirks-Birker Hasse (Ortssprecher Neufahrn/Eching); Siegfried Hochhold (Schatzmeister) und Renate König (Schriftführerin Kreisverband Freising).

Postkartenaktion für Beitritt in AGFK gestartet

Lieber zwei als vier Räder

Was Nachbar Eching bereits in Angriff genommen hat, soll demnächst auch in Neufahrn Realität werden: die Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V.“ (AGFK) – ein Netzwerk, das den Radverkehr als wesentliches Element des Umweltverbundes in der Nahmobilität fördert.

Neufahrn – Die AGFK wird vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr unterstützt. Mitglieder können Städte, Gemeinden und Landkreise werden, die es sich zum Ziel setzen, vorgeschriebene Qualitätskriterien zu erreichen. „Durch die Mitgliedschaft in der AGFK können die Mitgliedskommunen auf ein bewährtes Netzwerk mit zahlreichen Informationen und Kampagnen zugreifen“, teilte jetzt die ADFC-Ortsgruppe Neufahrn/Eching mit. Bereits acht Landkreise und mehr als 60 Kommunen seien Mitglied in der AGFK „und erhöhen durch konkrete Projekte und Aktionen besonders den Radverkehrsanteil im Rahmen einer umweltfreundlichen Nahmobilität bei der Verkehrsmittelwahl vor Ort“. Zwischen den Mitgliedern finde ein konstruktiver Wissensaustausch statt, so dass auch neu beitretende Kommunen oder Landkreise von den Erfahrungen profitierten.

„Der Freistaat hat die Bedeutung des Fahrrads erkannt und in seinem Radverkehrsprogramm Bayern 2025 beschlossen, den Radverkehrsanteil bis 2025 zu verdoppeln“, beschreibt ADFC-Sprecherin Angelika Braun das „sehr engagierte Ziel, das der ADFC unterstützt“. Dafür sei sowohl die Mitarbeit seitens der Kommunen als auch der Landkreise von entscheidender Bedeutung.

Am Montag, 14. Mai, entscheidet der Gemeinderat Neufahrn über den Beitritt und die zukünftige Mitgliedschaft in der AGFK. Der ADFC-Ortsverband befürchtet jedoch, „dass sich der Gemeinderat gegen einen Beitritt entscheiden könnte, weil bei einigen Räten die Meinung vorherrscht, dass das Auto das einzig wahre Verkehrsmittel für Neufahrn ist“. Dabei zeige sich am Verkehrsaufkommen in der Echinger, der Grünecker oder auch in der Bahnhofstraße, dass an ein sicheres Fahrradfahren im Gemeindebereich oft kaum zu denken ist. Braun: „Das hat zur Folge, dass viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. Aus Sorge, ihnen könnte etwas passieren – was wiederum zu mehr Verkehr führt.“

Die ADFCler aus Neufahrn und Eching haben deshalb eine Kampagne gestartet, in der die Neufahrner um Unterstützung gebeten werden. Passieren soll dies mittels gedruckter Postkarten, auf denen die Bürger ihre Zustimmung signalisieren. Die Karten sind an zentralen Stellen ausgelegt – zum Beispiel bei Bücher Bernhard, Fahrrad Röckemann, Schreibwaren Glück und im Gasthof Maisberger. Die Karten sollten, so der ADFC, direkt in den Briefkasten am Rathaus eingeworfen werden. Und zwar so pünktlich, dass sie bis Montag, 14. Mai, zur Gemeinderatssitzung um 19 Uhr vorliegen.

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