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Einen Alkoholtest verweigerte der Unfallfahrer. Die nachfolgende Blutentnahme wurde unter Zwang durchgeführt.

Mintraching: Fahrer geht auf seine Helfer los

Erst Unfall gebaut, dann Polizei und Sanis bedroht

Äußert aggressiv verhielt sich ein Unfallfahrer am späten Samstagabend gegenüber Rettungskräften und Polizei. Die mussten sich wilde Drohungen und üble Beleidigungen anhören - während sie dem mann halfen.

Mintraching - Gegen 23.45 Uhr hatte der 36 Jahre alte Neufahrner in Mintraching einen Unfall gebaut. Offenbar wegen überhöhter Geschwindigkeit verlor der polnische Staatsangehörige auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle über seinen Dacia und geriet ins Schleudern. Dabei streifte er einen am Straßenrand geparkten Pkw und sein Dacia kippte danach auf die Beifahrerseite um. Der Fahrer machte laut Polizei gegenüber den Ersthelfern zunächst einen bewusstlosen Eindruck. Der nur leicht verletzte Fahrer wurde über den Kofferraum geborgen, wobei er sich plötzlich aber sehr munter – und aggressiv – zeigte: In Drohhaltung schimpfte und brüllte der Mann an der Unfallstelle auf die Rettungskräfte ein und verweigerte jegliche ärztliche Behandlung. Auch einen Alkohol- und Drogentest ließ er nicht zu. Polizeibeamte der VPI Freising brachten den Polen schließlich „mit unmittelbaren Zwang“, wie es im Polizeibericht heißt, zu Boden und legten ihm Handschellen an. Unter Polizeibegleitung wurde der Unfallfahrer im Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. „Dabei mussten sich die Sanitäter und die Beamten noch weitere Nettigkeiten und Drohungen von ihm anhören“, berichtet die Polizei. Wegen Verdacht der Straßenverkehrsgefährdung wurde eine Blutentnahme angeordnet, die jedoch nur unter Zwang durchgeführt werden konnte. Der Führerschein wurde beschlagnahmt. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 10 000 Euro. Gegen den Unfallverursacher wurde ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung und Verdacht eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. 

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