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Das Bodschamperl ins Spiel gebracht haben Lisa Buschendorf (l.) und Martina Langenegger.

Mintrachinger Burschenverein macht Theater

Traum-Premiere zum doppelten Jubiläum mit dem „Bodschamperlspuk“

Es herrscht Hochstimmung beim „Bodschamperlspuk“, dem neuesten Stück des Mintrachinger Burschenvereins „Isarlust“. Und zwar hinter, auf und vor der Bühne.

Mintraching – Berührungsängste hat diese Truppe keine. Von Lampenfieber und Nervosität war zumindest nicht viel zu spüren. Weder hinter den Kulissen noch auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Das humorvolle und bisweilen aberwitzige Stück „Bodschamperlspuk“, eine Komödie in drei Akten, kam dem herzerfrischend und über weite Strecken bravourös agierenden Ensemble aber auch entgegen.

Am Dusterhof ging es zu wie im Taubenschlag, fesche Madln und schneidige Burschen gaben sich die Klinke in die Hand. Die Darsteller hielten die Spannung hoch und es verging kaum eine Minute, in der keine Pointe zündete. Schenkelklopfer quasi inbegriffen. Eine angemessene Premiere also, für ein doppeltes Jubiläum. Der Burschenverein wird heuer 100 Jahre alt und die erste Vorstellung der Theatergruppe liegt 70 Jahre zurück.

Wenn der Nachttopf mit Wunschzetteln gefüllt wird

Das ging schon gleich gut los mit Auftritten der beiden Publikumslieblinge Irmi Maurus und Hans Burglechner, die in den Rollen der Sonnhoferin und des Landstreichers Jockl zu glänzen wussten. Sehenswert und bewundernswert waren auch Schlüsselszenen, in denen das Bodschamperl so richtig zum Einsatz kam, in denen die Geister beschworen und der Nachttopf theatralisch mit Wunschzetteln gefüllt wurde. Die brüllend komische Sequenz, in der die drei Frauenzimmer Giggi, Adelheid Amsel und Mina Sonnhofer – gespielt von Lisa Buschendorf, Daniela Gerhardt und Martina Langenegger – sich Tischtücher zur Geisterbeschwörung über den Kopf ziehen, zählte zweifelsohne zu den Höhepunkten. G’schnappig, goschert und ungeniert ging es zu auf der eigens in der FCM-Sporthalle installierten Bühne. Regie, Bühnenbild und Maske hatten ganze Arbeit geleistet. Die Illusion, sich mitten im Geschehen auf einem Geisterhof, einem verwunschenen, furchteinflößenden Ort zu befinden, schien perfekt. Die von Regisseurin Stefanie Erl mit Verve in Szene gesetzte Komödie ließ jedenfalls kaum jemanden kalt im komplett ausverkauften, bis auf den letzten Platz besetzten Zuschauerraum.

Die Leute hatten schon während des ersten Aufzugs Tränen gelacht. Kaum zu glauben, dass es noch eine Steigerung gab. Spätestens, als die ins Bodschamperl gelegten Wunschzettel wie von Geisterhand verschwunden waren und die Wünsche nach Lust, Liebe und Leidenschaft doch glatt in Erfüllung gingen, kannte die Begeisterung kaum noch Grenzen.

Wer noch an Karten kommen will, braucht etwas Glück

Das Stück „Bodschamperlspuk“ ist noch am Donnerstag, 18. April, sowie am Samstag, 20., und am Sonntag, 21. April, zu sehen. Donnerstag und Samstag öffnet sich der Vorhang um 19 Uhr, am Sonntag um 18.30 Uhr. Es gibt nur noch vereinzelte Restkarten. Alexander Fischer

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