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Gottes Namen erklärt: Abrar Ahmad (r.) führte die Besucher durch die Ausstellung „Eine islamische Zeitreise“.

Tag der offenen Tür in der Al-Mahdi-Moschee

Miteinander der Religionen

Sie pflanzen Bäume, machen Kehraus nach Silvester, lassen keine Gelegenheit aus, um ins Gespräch zu kommen mit Andersgläubigen. Die Ahmadiyya Muslim Jamat-Gemeinde hat sich längst etabliert im (südlichen) Landkreis – mit ihren Aktionen und den schon zur Tradition gewordenen Tagen der offenen Tür in der Al-Mahdi-Moschee. Die jüngste Info-Kampagne trägt den Titel „Wir sind alle Deutschland“.

Neufahrn – Den Verantwortlichen der Al-Mahdi-Gemeinde geht es um eine klare Differenzierung zwischen Muslimen und fanatischen Extremisten. Das machten sie kürzlich bei der der Vorstellung besagter Kampagne in Freising während einer Pressekonferenz deutlich.

Die zentrale Botschaft dabei lautete: „Angesichts des im Namen des Islam verübten, unsäglichen Terrors fühlen wir uns als Muslime dazu verpflichtet, die Bevölkerung über Heimatliebe und Loyalität gegenüber dem Land als Teil des Islam aufzuklären“.

Wie das mit am Besten geht, das zeigte sich wieder einmal beim „Tag der offenen Tür“ in der Al-Mahdi-Moschee. Am Tag der deutschen Einheit standen Besucher einmal mehr Tür und Tor offen für einen ungezwungenen, interreligiösen Dialog. Ein Angebot zum Kennenlernen und Miteinanderreden, das die Bevölkerung gerne annahm. Im Fokus standen diesmal Familien mit Kindern. Es gab einen Luftballon-Stand, die Möglichkeit zu basteln, sich auszutoben und kreativ auszuleben. Für die Kinderbetreuung zeichnete die Kinderorganisation „Atfal-ul-Ahmadiyya“ verantwortlich. Unter anderem bekamen die Mädchen und Buben eine Anleitung, ihren eigenen Namen auf arabisch zu schreiben.

Gut 70 Gäste verzeichnete die Al-Madhi-Moschee beim „Tag der offenen Tür“ – darunter etwa 15 Kinder. Ein Zeichen dafür, wie gut das Angebot angenommen wurde, waren die Einträge ins Gästebuch. Darin war viel von der „Offenheit“ die Rede, mit der man aufgenommen worden sei und davon, dass man „den Austausch und die Gemeinschaft der Kulturen und Religionen“ sehr genossen hat. Eine der Besucherinnen brachte ihre Eindrücke mit folgenden Worten auf den Punkt: „Es war spannend, die Unterschiede und Parallelen zwischen den Religionen kennenzulernen. Es geht doch um Offenheit füreinander“.

Den Frauen der Al-Mahdi-Gemeinde steht seit 2014 ein separater Gebetsraum in der Moschee zur Verfügung. Dort war der Stellung der Frau im Islam beim „Tag der offenen Tür“ eine eigene Ausstellung gewidmet.

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