Räte sagen ja zu Equipment für den Neufahrner Christkindlmarkt

Mobile Bühne, neue Stände

Der Neufahrner Christkindlmarkt wird immer mehr zum Ganzjahres-Thema. Die Gemeinde will nun neue, geschlossene Stände anschaffen. Außerdem soll eine mobile überdachte Bühne her, um bei Veranstaltungen auf dem Marktplatz besser aufgestellt zu sein. Die Gesamtkosten von über 120 000 Euro stellten jüngst im Bauausschuss allerdings eine große Hürde dar.

Neufahrn – An der Notwendigkeit der Anschaffungen ließ Pressesprecherin Nicole Dobner keinen Zweifel aufkommen. Sie hatte den Auftrag erhalten, sich schlau zu machen hinsichtlich der Angebote für eine neue Bühne und ansprechendere Stände.

Ihr Hauptargument lautete, dass die alte Bühne unpraktisch sowie unansehnlich sei und die alten offenen Stände es nicht mehr lange machen würden. Die Planen seien marode, urteilte sie. Unterstützung erfuhr das Ansinnen natürlich von Kulturreferentin Christa Kürzinger (CSU). „Es hört sich nach viel Geld an“, sagte sie, gab aber auch zu bedenken, dass man mit der Anschaffung einer mobilen Bühne, einem vielseitig einsetzbaren Kleinlaster, anständig aufgestellt sei. Außerdem könne man diese Bühne auch verleihen. Gleiches galt aus ihrer Sicht auch für die 15 zusätzlichen, geschlossenen Stände, für die allein etwa 80 000 Euro fällig sind.

Gegenwind erhielt Kürzinger aber aus den eigenen Reihen. Ozan Iyibas sprach von „exorbitant hohen Kosten“. Dem hielt Bürgermeister Franz Heilmeier im Falle der mobilen Bühne entgegen: „Ablehnung heißt, es kommt nichts“. Außerdem tue es den Festen gut. Die alles entscheidende Frage sei: Will man dafür das Geld in die Hand nehmen? Ins Kalkül zog man während der Debatte auch, sich eine solche Bühne zu leihen. Wie Geschäftsleiter Eduard Sczudlek zu bedenken gab, sei das allerdings „Jahr für Jahr nicht billig“. Am Ende rang sich das Gremium mit 6:4 Stimmen für die Anschaffung einer mobilen Bühne im Wert von 43 000 Euro durch.

Ähnlich unterschiedlich stellte sich das Meinungsbild bei der Anschaffung der geschlossenen Stände dar. Dobner erklärte, die Planen, der in die Jahre gekommenen, offenen Stände wiesen Risse auf, die Seitenteile seien so nicht mehr lange zu verwenden. Kürzinger hielt eine weitere Nutzung ebenfalls nicht für ratsam. Die alten Stände seien schlichtweg „unkomfortabel“.

Iyibas blieb indes bei seiner ablehnenden Haltung. Auch die neuen Stände lehnte das Ratsmitglied ab. „Wir werden dem nicht zustimmen“, betonte er im Namen der CSU-Fraktion. Wohl ein Vorgriff auf die weitere Debatte im großen Gremium. Denn bei beiden Beschlüssen handelte es sich um Empfehlungen an den Gemeinderat, der sich bei den Haushaltsberatungen unter anderem mit diesen Themen beschäftigen wird.

Heilmeier nahm die Aussage von Iyibas zur Kenntnis – aber nicht ohne auf „die Vielseitigkeit innerhalb der CSU“ hinzuweisen. Der Rathauschef spielte damit auf die Diskrepanz zwischen der Kulturreferentin und anderen in der Fraktion an.

Selahattin Sen (Grüne) brach indes eine Lanze für „unsere Vereine“. Ihnen kämen die neuen Stände letztendlich doch zugute. Die Entscheidung im Ausschuss fiel deutlich aus. Das Ergebnis lautete 7:3 für die Anschaffung von 15 weiteren, geschlossenen Ständen.

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