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Nicht mehr ganz zeitgemäß sind die alten, offenen Christkindlmarkt-Stände mit ihren Planen.

Dauerbrenner „Christkindlmarkt“

Neue Stände rücken in weite Ferne

Am Neufahrner Christkindlmarkt scheiden sich nach wie vor die Geister. Obwohl es sich um eine Art Aushängeschild für den Marktplatz handelt und die jüngste Entwicklung „sehr erfreulich ist“, wie Bürgermeister Franz Heilmeier im Verwaltungsausschuss feststellte, konnte man sich nicht zu weiteren Verbesserungen durchringen.

Neufahrn - Hier ist vor allen Dingen die von Kulturreferentin Christa Kürzinger (CSU) geforderte Anschaffung neuer Stände, sprich mehr Holzhäuschen, zu nennen. Deren Anschaffung im Wert von etwa 80000 Euro (für 15 Stände) ist nach jüngsten Entscheidungen erst einmal in weite Ferne gerückt. Stattdessen hat man sich dazu durchgerungen, eine mobile Bühne im Wert von 43 000 Euro zu kaufen. Über die Frage, was dringender gewesen wäre, gingen die Meinungen im Ausschuss nun auseinander.

„Sehr bedauerlich, dass wir so wenig Stände haben“, urteilte Kürzinger jetzt erneut. Und abermals erhielt sie Unterstützung von Seiten der SPD. Die Fraktionsvorsitzende Beate Frommhold-Buhl fand es ebenfalls „schade“, dass man die aus ihrer Sicht dringend notwendige Anschaffung jetzt wohl geschoben hat. „Schade, dass wir jetzt noch keine neuen Stände kaufen“, urteilte Frommhold-Buhl im Ausschuss.

Die SPD verzichtet diesmal auf einen eigenen Stand am Christkindlmarkt (Sonntag, 3. Dezember), wie sie in einer Pressemitteilung kund getan hat. Was nicht zuletzt auch an der Anordnung der Stände (wir berichteten) liegt. Stichwort: Hofcharakter. Den hat man zwar geschaffen – aber eben nur teilweise.

Heilmeier kündigte indes an, die Entwicklung beobachten zu wollen. Sollte sich die große Nachfrage verfestigen, könne man ja auch einzelne Stände dazu kaufen, lautete seine Einschätzung.

Kürzinger, die das Programm des diesjährigen Christkindlmarkts ausdrücklich lobte, gehen die Bemühungen nicht weit genug, wie sie auf Anfrage erklärte. Für problematisch erachtet sich auch die Weihnachtsbeleuchtung. Die sei total veraltet und lückenhaft. Viele Stellen entlang der Bahnhofstraße würden im Dunkeln liegen. Dauernd seien Lampen kaputt, was viel Arbeit mache. Mit Nachrüsten allein sei es nicht mehr getan. Natürlich seien 100 000 Euro für ein „neues System“ viel Geld, wie sie einräumte, die Kulturreferentin sieht es aber als „Imagesache“. Es gehe darum, den Bürgern „etwas zu bieten“. Bei dem Thema, ist, so Christa Kürzinger, „noch viel Luft nach oben“.

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