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Neufahrnerin (84) strickt seit Jahren für die Sozialstation - jetzt hat sie eigenen Instagram-Account

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Anna Jungmeier (Mitte) überreichte das Geld dem Team der Sozialstation (v. l.) Christine Steiner, Zita Häuslmaier, Cornelia Bauer und Nicolas Stieglbauer.
Anna Jungmeier (Mitte) überreichte das Geld dem Team der Sozialstation (v. l.) Christine Steiner, Zita Häuslmaier, Cornelia Bauer und Nicolas Stieglbauer. © Frommhold-Buhl

Seit Jahren unterstützt Anna Jungmeier die Sozialstation Neufahrn mit dem Verkauf von selbst gestrickten Socken. Die gibt‘s jetzt auch via Instagram.

Neufahrn – Es ist längst eine lieb gewordene Tradition: Seit neun Jahren kommt Anna Jungmeier (84) zum Jahreswechsel zu Besuch in die Seniorentagesstätte (SenTa) der Neufahrner Sozialstation, begleitet wird sie von ihrer Enkelin oder der Schwiegertochter. Jedes Mal hat sie dann einen Briefumschlag dabei. Darin befindet sich der Jahreserlös des Verkaufs ihrer selbst gestrickter Socken.

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Zur Sozialstation kam die Rentnerin über ihren mittlerweile verstorbenen Mann. Er war dort dienstags regelmäßig Gast des Seniorentreffs. Für das Ehepaar war das immer ein besonderer Wochentag: „Ich habe dienstags dann mal durchgeschnauft und ein bisschen gefaulenzt, während mein Mann dort gewesen ist, und er hat die abwechslungsreiche Gesellschaft sehr genossen“, erzählt Anna Jungmeier.

Ihre Leidenschaft ist schon seit jeher das Stricken von Socken. Zunächst verkaufte sie diese auf dem Weihnachtsmarkt, doch dann kam Corona. Da hatte ihre Enkelin die zündende Idee: Sie legte für die Oma einen Instagram-Account an. Über „annisomasocken“ kann man sie erreichen, ihr schreiben und Socken bestellen. „Servus beinand! Ich bin die Anni und stricke für mein Leben gerne Socken. Die Wolle ist qualitativ hochwertig, und der Erlös geht an die Sozialstation in Neufahrn!“, liest man dort. Die Preise liegen je nach Größe bei zwölf oder 14 Euro.

„Diese Wertschätzung unserer Arbeit berührt mich sehr“, sagte Christine Steiner, stellvertretende Leiterin der SenTa bei der Spendenübergabe. „Gerade jetzt, während der Pandemie und mit dem Pflegenotstand, gibt uns das Kraft und gehört zu den schönsten Momenten in unserem Beruf.“ ft

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