Franz Heilmeier: will eine gerechte Vergabe von Sozialwohnungen.

Sozialer Wohnungsbau 

Neufahrn baut jetzt selbst Sozialwohnungen - mit einem speziellen Modell

Sozialwohnungen waren lange Zeit eine Fehlanzeige. Die mit öffentlichen Mitteln geförderten siebzehn Appartements, die man einst hatte, sind in festen Händen, die Bindungsfrist ist längst weggefallen. Heißt im Klartext: Die Gemeinde hat keinen Zugriff mehr.

Neufahrn – Um so erfreulicher stellte Bürgermeister Franz Heilmeier es bei einer Pressekonferenz im Rathaus dar, dass man jetzt selbst in den sozialen Wohnungsbau eingestiegen ist und Einfluss auf die Vergabe hat. Im Beisein von Ordnungsamtsleiterin Viktoria Hermann und ihrem Kollegen aus dem Liegenschaftsamt, Christian Salzmann, stellte er das von ihm so bezeichnete „Neufahrner Modell“ vor. Demnach soll sich die Vergabe von 28 Notunterkünften in Containern, zwölf Einfachstwohnungen und 15 kommunal geförderte Wohnungen durchlässig gestalten. Hermann und Salzmann haben demnach ein Konzept erstellt, wonach ein Wechsel in beide Richtungen möglich ist. Ob jemand in eine Einfachstwohnung kommt, wird nach Dringlichkeit, gewissen Grundvoraussetzungen und Ausschlusskriterien entschieden. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch Kriterien für eine Rückstufung, für eine „Heilung der Rückstufung“ (eine Art Gnadenfrist, bis die Voraussetzungen wieder hergestellt sind) oder für einen kompletten Wegfall der Unterbringungsvoraussetzungen. . Wie Salzmann erklärte, ist generell alle drei Jahre eine Überprüfung der Sachlage vorgesehen.

Ziel sei es laut Heilmeier „selber die Regeln bestimmen zu können,“ wer, wann, welche Wohnung erhält. Abgesehen von einem sogenannten „Clearings“-Berechtigungsschein, den das Landratsamt ausstellt, kommen Kriterien wie Behinderung, Anzahl der Kinder oder auch das persönlich Mitwirken zum Tragen. Als Ausschlusskriterien gelten etwa Straftaten oder eine Haftandrohung. Vorgesehen ist auch „anerkannten Flüchtlingen in angemessenen Umfang“ Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Beschlossene Sache ist das Modell noch nicht. Der Finanzausschuss musste gestern noch zustimmen. Heilmeier erwartet jedoch allenfalls Korrekturen im Detail. Bei Redaktionsschluss stand das Ergebnis der Abstimmung allerdings noch nicht fest.

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