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Auf dem Neufahrner Volksfest ist es zu einer Massenschlägerei gekommen Dann fielen Schüsse. (Symbolbild)

Großeinsatz

Massenschlägerei auf Volksfest: Polizistin verletzt - es fallen sogar Schüsse

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Zu einer Massenschlägerei ist es auf dem Volksfest in Neufahrn gekommen. Laut Notruf kam es dabei auch zu einem oder mehreren Schüssen. Die Polizei sucht dringend Zeugen.

Neufahrn – Zu einem Großeinsatz der Polizei ist es am Donnerstag auf dem Neufahrner Volksfest gekommen. Kurz vor Mitternacht wurde über Notruf eine Massenschlägerei am Eingang des Areals gemeldet. 40 bis 50 Personen sollen an der Keilerei beteiligt gewesen sein. Doch nicht nur das: In der aufgebrachten Menge soll zudem ein oder mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole gefallen sein.

Zehn Streifen rückten an. Neben Einsatzkräften der PI Neufahrn eilten Polizisten der umliegenden Dienststellen zur Amtshilfe. Vor Ort hatte sich die Lage etwas bereits beruhigt. „Die große Menge hatte sich schon zerschlagen“, berichtete Polizeikommissar Florian Ehgartner. „Wir hatten es nur noch mit einem leichten Tumult zu tun.“

Lesen Sie auch: Auf dem Volksfest in Freising ist es zu einem rassistischen Vorfall bekommen. Ein Türsteher hat zwei Indern den Eintritt in die Weinhalle verweigert. Der Grund ist unglaublich.

Polizistin trifft Ellbogenschlag

Mehrere Streitparteien mussten von den Uniformierten getrennt werden. Dabei erwischte es auch eine 25-jährige Polizistin: Sie erhielt von einem bislang unbekannten Täter einen Ellbogenschlag ins Gesicht. Sie erlitt leichte Verletzungen.

Die Polizei Neufahrn, die erst seit kurzem unter neuer Führung steht, ermitteln „intensiv“, wie Ehgartner betont: „Die Beteiligten vor Ort waren relativ unkooperativ.“ Die Schreckschusspistole fanden die Beamten bei den Anwesenden nicht. Die Polizei Neufahrn hofft daher auf Zeugen, die nicht in die Schlägerei verwickelt waren. „Auch inwieweit jemand vom Sicherheitspersonal etwas gesehen hat, wissen wir noch nicht.“

Zu einer Eskalation kam es auch in Köln. Auf der Suche nach Bier stürmten hunderte Partywütige eine Tankstelle.  

Auch Sicherheitsbeamter wird verletzt

Die Massenschlägerei war nicht die einzige gewaltsame Szene auf dem Volksfest, das am Mittwoch eröffnet wurde. Auch einen Security-Mann erwischte es. Ein 18-Jähriger aus Eching, den die Erhöhung des Bierpreises offenbar nicht störte und  nach Angaben der Polizei stark alkoholisiert war, schlug im Bierzelt einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit der Faust ins Gesicht. Der 33-Jährige blutete aus der aufgeplatzten Lippe. 

Ein tödlicher Unfall hat sich in Franken ereignet: In der Nähe des Kronacher Freischießens wurde nur unweit des Festgeländes von einem Zug erfasst.

Für einen anderen 18-Jährigen aus Neufahrn endete eine Friedensmission schmerzhaft. Er  wollte auf dem Volksfestgelände einen Streit zwischen zwei Kontrahenten schlichten - und wurde von einem bislang unbekannten Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Auf der Suche ist die Polizei auch immer noch nach zwei Ladendiebe, die im Rewe in Zolling zugeschlagen haben. Als sie ertappt wurden, flüchteten sie mit einem gefährlichen Manöver.

In Germering waren zwei Polizisten auf dem Weg zu einem Einsatz. Ein Betrunkener hatte seine Mutter attackiert. Die rasante Fahrt mit dem Streifenwagen endete abrupt.

In Bremen kam es bei einem anderen Drama zu einer Massenschlägerei in der Nähe eines Fußballturniers, wie nordbuzz.de berichtet.

Auch interessant: So viele Milliarden werden beim größten Volksfest der Welt gemacht – die Wiesn im Video

Eine üble Prügelei zwischen Jugendlichen aus München, Blumenkübel gegen Fahrzeuge, Ärger wegen Vorglühens, Anzeigen wegen Marihuana-Besitzes und verschiedene andere Vorkommnisse: Die Polizei zählte insgesamt 50 Einsätze im Rahmen des Volksfestes in Puchheim.

Nach dem Verlassen eines Lokals in Bremen wurde ein 21-jähriger Mann bei einer Massenschlägerei zwischen zwei Gruppen schwer verletzt, wie nordbuzz.de berichtet.

Die Bundespolizei hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag an den Bahnhöfen in Dachau und Untermenzing zu tun: Mehrere alkoholisierte Volksfestbesucher lieferten sich Auseinandersetzungen.

Eine gebrochene Nase und eine Gehirnerschütterung hat ein Münchner (35) bei einer Auseinandersetzung auf dem Erdinger Herbstfest erlitten. Der Täter (27) ist hinter Gittern.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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