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Platz für „arbeitsintensive“ Unternehmen: Auf der bislang unbebauten Fläche im Osten des Neufahrner Gewerbegebiets Römerweg sollen nicht nur Bürogebäude, sondern auch Forschungseinrichtungen entstehen. 

Erst die Unternehmen, dann die Haltestelle

Um Chancen für S-Bahnhof zu erhöhen: Neufahrn ändert Bebauungsplan für Gewerbepark

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Der Neufahrner Gemeinderat hat eine Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Römerweg abgesegnet. Das soll die Chancen erhöhen, dass dort ein S-Bahnhof errichtet wird.

Neufahrn – Der Gewerbepark Römerweg in der Gemeinde Neufahrn soll aufgewertet werden. Die noch unbebaute Fläche im Osten des Gewerbegebiets zwischen der Staatsstraße 2350 und den Bahngleisen soll künftig Büro-, Geschäfts- und Verwaltungsgebäude, außerdem Bauten für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beheimaten. Auf diese Weise, so hieß es am Montag im Gemeinderat, soll „höherwertiges, arbeitsintensives Gewerbe“ angesiedelt werden, um einem künftigen S-Bahn-Halt an dieser Stelle bessere Chancen zu verleihen.

Bauamtsleiter Michael Schöfer teilte den Räten mit, dass die Kommune für die noch freien Flächen diverse Anfragen von Investoren erhalten habe, deren Vorhaben allerdings „bar jeder Arbeitsplätze“ seien. Das heißt im Klartext: Nur wenige Mitarbeiter wären dann auch tatsächlich im Gewerbepark anzutreffen. Weil das aber die Chancen für einen S-Bahnhof nicht gerade steigern würde, setze man mit der vorgeschlagenen nun 3. Änderung des Bebauungsplans auf „arbeitsintensivere“ Unternehmen.

Erster Entwurf liegt vor

Ein erster, vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München erarbeiteter Entwurf sieht eine Gebäudereihe vor, die giebelständig zur Staatsstraße verläuft sowie eine verpflichtende Wandhöhe von 16 bis 20 Meter und eine Mindestanzahl an Geschoßen aufweisen soll. Die von der Staatsstraße abgewandten Grundstücke könnten dann als Werkstatt- und Produktionsflächen genutzt werden. Vorgesehen ist ebenfalls, an der zukünftigen S-Bahn-Haltestelle ein Gebäude zu errichten, in dem typische Nutzungen für Bahnhöfe untergebracht werden könnten.

Grundsätzlich waren die Gemeinderäte mit dieser Änderung des Bebauungsplans einverstanden. Sie beauftragten die Verwaltung, die öffentliche Auslegung durchzuführen. Norbert Manhart (FW) betonte allerdings, er könne sich nicht erinnern, dass der Gemeinderat diese Planung beauftragt habe, von der er zudem gerne wisse, was sie eigentlich koste. Bauamtsleiter Schöfer antwortete, er könne zum jetzigen Zeitpunkt zu den Kosten nichts sagen, wisse aber aus Erfahrung, dass der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München in der Regel der günstigste Anbieter sei.

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