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Warben für „Essen aus Bayern“: (v. l.) Kreisobmann Georg Radlmaier, Franz Eckl (Jungbauernschaft Freising), Eva Steinberger (stellv. Kreisbäuerin), Rektorin Marietta Hager, Lehrerin Regina Bauer und Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer.

Bauernverband macht Halt vor Jo-Mihaly-Mittelschule

„Erklärtour“ mit dem bunten Bulldog: Regional schmeckt’s besser

Um „Essen aus Bayern“ geht es bei einer Aktion des Bayerischen Bauernverbands. In Neufahrn kam diese nun sehr gut an.

Neufahrn – In der Corona-Krise haben Verbraucher regionale Produkte wieder schätzen gelernt. Um das Bewusstsein nachhaltig zu schärfen, ist der Bayerische Bauernverband nun im Freistaat mit einem bunten Deutz-Traktor unterwegs. Das Motto der „Erklärtour“: #Essen aus Bayern. Nun machte man an der Jo-Mihaly-Mittelschule Halt.

„Wir wollen Hintergrundwissen rund um unsere wichtigsten Lebensmittel vermitteln. Wie sie wachsen, wo sie herkommen“, sagte Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer bei dem Termin in Neufahrn. Wer beim Einkauf auf die Herkunftsangabe achte, unterstütze regionale Erzeuger. Kaufen, was vor der Haustür wächst, sei auch ein Beitrag zum Klimaschutz –weil man damit lange Transportwege vermeidet.

Rektorin hat festgestellt, dass vielen Kindern der Bezug zur Landwirtschaft fehlt

In der Mittelschule wurden die Vertreter des Bauernverbands mit offenen Armen empfangen. Vielen Kindern fehlt heute der Bezug zur Landwirtschaft, weiß Rektorin Marietta Hager. „Je mehr die zukünftigen Verbraucher wissen, desto objektiver und fairer werden wir bewertet“, unterstrich Georg Radlmaier. Jeder dritte Arbeitsplatz in Bayern, so der Freisinger Kreisobmann, sei von der Landwirtschaft abhängig. Flächenversiegelung und globaler Preisdruck machen den heimischen Bauern aber das Leben zunehmend schwer.

Regional und saisonal lauten die Stichwörter

In der Covid-Krise habe sich gezeigt, wie systemrelevant die Landwirtschaft für die Versorgung mit hochwertigen Lebensmittel sei. „Regional und saisonal: Das ist bei uns das ganze Jahr über Thema“, berichtete Regina Bauer aus der Praxis. Sie ist Fachlehrerin für Ernährung und Soziales. Wenn der Kontakt und das Wissen vermittelt werde, so die Pädagoginnen, steige auch die Wertschätzung. Insofern sei man „dankbar“ für das Angebot des Bauernverbands, das sich wunderbar in die Projektwoche „Schule fürs Leben“ im kommenden Frühjahr integrieren lässt. 16 landwirtschaftliche Betriebe aus dem Landkreis machen mit und laden Schüler zu Betriebserkundungen ein. „Ich hoffe, dass sich viele Schulen beteiligen“, so Mayerhofer. ev

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