Ein Touchboard in einem Klassenzimmer.
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Mit interaktiven Touchboards sind inzwischen auch die Neufahrner Schulen ausgestattet.

Digitalisierung: Gemeinde zieht Bilanz

Flächendeckendes WLAN soll heuer an allen Neufahrner Schulen Realität werden

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Touchboard, iPad oder Laptop - die Digitalisierung in den Neufahrner Schulen schreitet voran. Die Räte erhielten nun einen Rückblick auf die letzten fünf Jahre.

Neufahrn - Bei all dem, was in den vergangenen fünf Jahren zur Digitalisierung in den beiden Grundschulen am Fürholzer Weg und am Jahnweg sowie an der Jo-Mihaly-Mittelschule investiert wurde, sei es „nicht mehr so leicht, den Überblick zu bewahren“, sagt Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeier. Um die Gemeinderäte also auf den Stand der Dinge zu bringen, gab es am Montag im Personalausschuss einen Fünf-Jahresbericht der EDV-Abteilung in Person von Johann Wiesinger. Und von Heilmeier gab es kritische Anmerkungen Richtung München.

Die vorerst letzten zwölf Boards erhält noch heuer die Mittelschule

Ab 2014 habe man begonnen, so Wiesinger, die Schulen per Glasfaser an das Rathaus-Netz anzubinden. 2016 habe man dann erstmals interaktive Touchboards installiert – und zwar 17 Stück in der Grundschule am Fürholzer Weg. 2020 habe man auch die Grundschule am Jahnweg mit 18 solcher Touchboards ausgestattet. 2017 und 2020 seien Touchboards an der Jo-Mihaly-Mittelschule gefolgt, noch heuer werden dort zwölf weitere angeschafft und installiert, sodass dann die Ausstattung komplett sei. Zudem habe man in den vergangenen Jahren iPads für den Unterricht und zur Ausleihe angeschafft, Dutzende von Laptops (auch als Leihgeräte) erworben und Dokumentenkameras angeschafft. In diesem Jahr werde man wohl das flächendeckende WLAN an allen Schulen realisieren können, kündigte Wiesinger an.

Der gesamte finanzielle Aufwand habe sich dafür auf 650 000 Euro belaufen, so Wiesinger. Freilich habe man diverse Förderprogramme angezapft. Da sei zum einen ein Förderprogramm des Freistaats gewesen, aus dem man 89 000 Euro bekommen habe, und da sei zum anderen ein Förderprogramm gewesen, aus dem man 400 000 Euro erhalten habe. Außerdem habe es noch drei kleinere Zuschusstöpfe gegeben. Heilmeier merkte allerdings an, dass diese Förderungen zwar nach „großer Kommunalfreundlichkeit“ klingen, im Endeffekt aber bedeuteten, „dass sich der Staat aus seiner Verantwortung gestohlen hat“. Und das könne so nicht weitergehen.

Meistens wurde mit der Hardware die Software gleich miteingekauft

Die Frage von Beate Frommhold-Buhl (SPD), wie es mit dem technischen Support für diese Geräte und Anlagen aussehe, beantwortete Wiesinger so: In der Regel habe man bei der Anschaffung der Hardware den Support gleich miteingekauft. Vor allem habe man auch stets Schulungen für die Lehrer erworben, um auch sie fit im Umgang mit den Geräten zu machen. Nur wenn es etwas an der Leitungs-Infrastruktur zu tun gebe, werde die EDV-Abteilung im Rathaus tätig.

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