Blick auf das noch nicht bebaute Gebiet
+
Auf diesem Areal soll das „arbeitsplatzintensive Gewerbe“ später mal angesiedelt werden.

Änderung des Bebauungsplans Römerweg

Neufahrner Gewerbepark: Höhere Frequenz, höhere Chancen auf einen S-Bahn-Halt

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
    schließen

Ein S-Bahn-Haltepunkt am Gewerbepark Römerweg ist weiter das Ziel der Gemeinde Neufahrn. Dafür müsste man die Notwendigkeit eines solchen Bahnhofs nachweisen.

Neufahrn - Mit der 2018 beschlossenen Änderung des Bebauungsplans „Gewerbepark Römerweg“ will man „arbeitsplatzintensives Gewerbe“ ansiedeln, um durch erhöhte Frequenz den Bau eines S-Bahn-Haltepunkts zu forcieren, sagte Neufahrns Bauamtsleiter Michael Schöfer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Da galt es, die Stellungnahmen und Einwendungen aus dem Auslegungsverfahren abzuwägen und die entsprechenden Beschlüsse dazu zu fassen.

Areal ist in zwei verschiedene Zonen eingeteilt

In zwei verschiedene Zonen ist das Areal entlang der ehemaligen Bundesstraße 11 (der heutigen Staatsstraße 2350) aufgeteilt – „GE 1“ im Westen und „GE 2“ im größeren, östlichen Bereich, in dem ein höheres Baurecht mit beispielsweise größeren Wandhöhen zugelassen werden soll.

Die wesentliche Einwände kamen von „Bürger eins und Bürger zwei“, die man eigentlich „Anwalt eins und Anwalt zwei“ nennen müsste, so Bürgermeister Franz Heilmeier. Beide wehrten sich gegen das, was sie als Einschränkung ansahen – beispielsweise gegen den Ausschluss der Nutzung für Lagerbetriebe oder gegen die Festsetzung der Wandhöhe auf 16 bis 20 Meter. Doch CSU-Gemeinderat Burghard Rübenthal hatte schon vor der Beratung über die Einwendungen betont, es gehe nicht um Einschränkungen, sondern um eine Aufwertung der Flächen. „Das muss den Eigentümern bewusst sein.“ Gemeint ist damit, dass beispielsweise Bauteile für Büro-, Geschäfts- und Verwaltungsgebäude sowie für Forschungs- und Entwicklungseinheiten angeordnet werden sollen, dass ein anderer Bereich des Areals für Werkstatt- und Produktionsflächen genutzt werde. Und in „GE 3“ ist sogar schon ein Baukörper angedacht, der dem künftigen Bahnhofsplatz des S-Bahn-Halts eine „räumliche Fassung“ geben würde.

18 Stellungnahmen mussten behandelt werden

Insgesamt waren 18 Stellungnahmen zu behandeln. Die Stellungnahmen dazu, die die Verwaltung ausgearbeitet und vorgelegt hatte, waren allen Gemeinderäten derart einleuchtend, dass es zu keiner Diskussion kam: Die Abwägung und Beschlussfassung erfolgte im Schnellverfahren. Wesentliche Änderungen wurden nicht veranlasst, jetzt folgt die nächste Auslegung.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare