Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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Um die Anfahrtszone und die Anzahl der Busparkplätze geht es aktuell bei den Planungen für den Gebäudekomplex am Römerweg. Vom Bauausschuss gab’s erneut grünes Licht.

Stellplätze reichen nicht

Neue Pläne für Neufahrner Fast-Food-Hotel: Räte debattieren über Busparkplätze

Ali Alkan will im Gewerbepark am Neufahrner Römerweg einen Gebäudekomplex mit Schnellrestaurant, einem 120-Betten-Hotel, Veranstaltungssaal und Parkhaus errichten. Nun musste das Projekt erneut in den Bauausschuss.

Neufahrn – Die ersten Pläne von Ali Alkan, dem Betreiber der Imbiss-Kette Oliva, stammen von 2017 und 2018. Grundsätzlich hat man im Bauausschuss bereits das Einvernehmen erteilt. Nun jedoch reichte Alkin neue Pläne ein, weil das Staatliche Bauamt Einwände gegen eine Anfahrtszone, respektive gegen eine Umfahrung des Gebäudekomplexes erhoben hat. Das Problem hat man jetzt mittels eines Wendehammers aus der Welt geschafft.

Im Ausschuss drehte sich indes alles darum, dass die vorgesehenen Busstellplätze nicht reichen. Sechs statt drei lautete die Forderung aus dem Gremium. Letztlich kam man überein, dass der Antragsteller mindestens zwei zusätzlich ablösen muss.

Das Argument lautete, dass die Busse bei Vollauslastung von Hotel und Veranstaltungssaal schließlich auf öffentlichen Grund ausweichen müssen. Nach Auskunft von Alkan könnten dadurch Mehrkosten von bis zu 90.000 Euro entstehen. Während im Ausschuss von sechs Busstellplätzen die Rede war, stand in den Unterlagen, dass anstatt „der ermittelten fünf, nur drei errichtet werden“ sollen. Wie auch immer, Alkan begrüßte die Entscheidung. „Hauptsache genehmigt“, konstatierte er.

Das Messer auf die Brust setzen lassen wollte man sich im Ausschuss nicht

Die Debatte über die Busstellplätze hatte Thomas Seidenberger (FW) ausgelöst. Er verwies auf die erst jüngst erlassene neue Stellplatzsatzung und darauf, dass man doch festgestellt habe, dass „so und so viele Stellplätze für die Busse notwendig sind“. Er wisse nicht, wo man die Busse sonst abstellen solle, erklärte er. „Am Seitenrand, dann gibt es wieder Ärger.“ Dem hielt Bürgermeister Franz Heilmeier entgegen, dass man den Plänen von Alkan bereits zweimal zugestimmt haben und dass es dem Antragsteller wohl schwer zu vermitteln sei, wenn man jetzt die ganze Angelegenheit wegen der Stellplätze wieder in Frage stelle. Es kamen gar Spekulationen auf, wonach der Bauwerber sein Projekt dann aufgeben könnte. Das Messer auf die Brust setzen lassen wollte man sich im Ausschuss aber auch nicht. Am drastischsten formulierte es Markus Funke (FDP): „Ich unterstelle dem Antragsteller, ans Maximum zu gehen und dann damit zu drohen, dass das so nicht stattfinden kann.“ Auch Seidenberger blieb bei seiner ablehnenden Haltung.

Wohingegen Christian Meidinger (Grüne) und auch Florian Pflügler (ÖDP) Kompromissbereitschaft zeigten. „Wir verlangen fast das Doppelte von dem, was nötig ist“, erklärte Pflügler unter der Vorgabe, dass Hotel und Veranstaltungssaal nicht immer ausgebucht wären. Dem hielt Ozan Iyibas (CSU) entgegen, dass bei türkischen Hochzeiten schon mal 1000 Gäste zu erwarten seien. Die würden sicher nicht alle mit dem eigenen Auto anreisen. Meidinger ging dagegen von einer Auslastung von 65 Prozent aus. Und als Ausweichmöglichkeit käme die dritte Spur der Römerstraße in Frage. Die würde an Wochenenden ohnehin nicht genutzt. Der Vorschlag, Ablöse für die am Ende nicht hergestellten Busparkplätze zu zahlen und so die Stellplatzsatzung zu erfüllen, kam von Burghard Rübenthal (CSU). Alexander Fischer

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