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Bitte recht freundlich: Nicht wenige der zahlreichen Zuschauer machten Fotos von den Neujahrsschwimmern – besonders dann, wenn Mitglieder der eigenen Familie baden gingen.

Eine Rekordmarke bleibt aber bislang ungebrochen

Neujahrsschwimmen in Neufahrn: Der Rathauschef traut sich als Erster

  • vonNico Bauer
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Bestens besucht war einmal mehr das Neujahrsschwimmen der Neufahrner Wasserwacht - drumherum und im Wasser. Eine Rekordmarke wartet allerdings weiterhin darauf, gebrochen zu werden.

Neufahrn – Nach dem Feuerwerk geht es ans oder besser: ins Wasser. Heute tobte wieder einmal der Bär bei der 39. Auflage des Neufahrner Neujahrsschwimmens. Mehrere hundert Schaulustige wurden bestens unterhalten – von Bürgermeister Franz Heilmeier als Vorschwimmer und Wasserwacht-Legende Josef „Wasser-Sepp“ Schmiegel als Moderator.

Dieser war der Begründer des Neujahrsschwimmens – mit einer Wette: Von einem Kieshügel sprang der Wasser-Sepp in den damaligen Tümpel. Dafür gab’s eine Spende in Höhe von 1000 Mark, von der sich die örtliche Wasserwacht Taucheranzüge kaufen konnte. „Ich bin so stolz auf das, was aus meinem Baby geworden ist“, sagte der 73-jährige Schmiegel am Mittag mit Blick auf das Haus der Rettungsgruppe und die vielen Menschen, die sich für die Sicherheit der Badenden engagieren.

Über 60 Freiwillige eröffneten auch an Neujahr 2019 wieder die Badesaison mit einem Sprung von der sechs Grad kalten Luft in das sieben Grad kalte Wasser des Neufahrner Badesees. Das ist wiederum eine beeindruckende Zahl. Hinzugesagt werden muss allerdings auch, dass im Vorjahr 95 Badende am Start waren – die bisherige Rekordmarke. Die Neufahrner Wasserwacht wartet also weiter auf den Tag, an dem die 100-Starter-Schallgrenze durchbrochen wird. Dafür werden die Zuschauer gefühlt jedes Jahr mehr.

Die jüngste Wasserratte war ein vier Jahre junges Mädchen

Die jüngste Wasserratte war diesmal ein vier Jahre junges Mädchen. Als Erster ins kühle Nass sprang jedoch Rathauschef Franz Heilmeier, der 2013 nach einer Wette mit seiner Tochter baden gehen musste – und seither fest dabei ist. „Alle meine Kinder habe ich schon überreden können“, sagte Heilmeier, „nur meine Frau noch nicht.“

Die Wasserwacht war nicht nur der Gastgeber, sondern auch der Aufpasser. Mit Tauchern und etlichen Helfern sorgte sich die Hilfseinrichtung um die Schwimmer und deren Sicherheit. Unter anderem waren wegen des sehr niedrigen Wasserstandes im See diesmal Kopfsprünge verboten. „Wenn das so weitergeht, können wir bald wie Jesus über den See laufen“, scherzte der Wasser-Sepp. 

Auch die Moosburger ließen sich nicht lumpen: Neuer Rekord: Neujahrsschwimmen in Moosburg lockt 59 Hartgesottene an

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