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Der Bürgermeister bei der Hebweih: Franz Heilmeier lobte das Bauwerk und die Handwerker. Zeitlich und finanziell sei das Projekt im Rahmen. Albert Söhl (l.), Geschäftsführer des BRK, das die Trägerschaft übernimmt, freute das.

Richtfest in Neufahrn

Eine Krippe mit zehn „Pluspunkten“

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Das Projekt ist groß, das Projekt ist wichtig, das Projekt ist aber auch teuer. Die neue Kinderkrippe am Keltenweg in Neufahrn wird vier Krippengruppen aufnehmen und insgesamt 5,3 Millionen Euro kosten. Freitagmittag feierte man Richtfest.

Neufahrn – Noch ist das Gebäude eingerüstet, noch stehen Kräne und Baumaschinen auf dem Grundstück, noch sieht alles nach Arbeit aus. Kein Wunder, wurde doch zehn Monate nach Baubeginn und rund ein halbes Jahr vor der Fertigstellung Richtfest gefeiert.

Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeier betonte, man erweitere mit diesem Neubau nicht nur das Angebot an Krippenplätzen in der Gemeinde, sondern baue auch zehn Personalwohnungen. Und das sei wichtig in Zeiten, in denen die Kommunen untereinander „verzweifelt“ um Personal im Erzieherinnenbereich kämpfen. Das Angebot von Wohnungen zu bezahlbaren Preisen sei da ein großer „Pluspunkt“.

Arbeiten liegen laut Rathauschef „ziemlich gut im Zeitplan“

Darauf setzt auch der Geschäftsführer des Freisinger Kreisverbands des BRK, das die Trägerschaft für die neue viergruppige Krippe übernehmen wird. Man müsse schon etwas bieten, um Erzieherinnen zu bekommen, weiß Albert Söhl genau.

Ungefähr zur Halbzeit der Maßnahme konnte Heilmeier auch feststellen, dass man „ziemlich gut im Zeitplan“ liege und man sich bei den Baukosten „weitestgehend auch im finanziellen Rahmen“ bewege.

Architekt Nepomuk Wagner (Büro 4 aus Dietersheim) blickte kurz auf die Historie des Bauwerks zurück, mit dessen Planung sein Büro im Jahr 2017 begonnen habe. Und Nepomuk Wagner hatte auch Zahlen mitgebracht: Das Grundstück sei 3000 Quadratmeter groß, die Nutzfläche für die Kinderkrippe betrage 635 Quadratmeter. Zehn Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 625 Quadratmeter wird das dreistöckige Gebäude aufweisen, sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen und vier Drei-Zimmer-Wohnungen werden gebaut. Und dann die Finanzen: Die Kinderkrippe koste 2,8 Millionen Euro, die zehn Wohnungen schlagen mit 2,5 Millionen Euro zu Buche.

Statt Brotzeit griechische Spezialitäten

Was man dafür aber alles bekommt, davon konnten sich am Freitag die Gäste des Richtfestes bei einem kurzen Rundgang durch das Gebäude überzeugen. Und danach ging’s zum Griechen nebenan. Wie hatte Franz Heilmeier gesagt? Die früher bei Hebweih-Feiern übliche Brotzeit auf Biertischgarnituren und auf der Baustelle sei inzwischen einer etwas gehobeneren Verköstigung gewichen. Kein Wunder, schließlich liege die Gemeinde Neufahrn ja nah an der Großstadt München.

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