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Sanierung des alten Mesnerhauses in Neufahrn schreitet voran - Architekt bei Finanzplanung „optimistisch“

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Von: Andreas Beschorner

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Das alte Mesnerhaus in Neufahrn
1,85 Millionen Euro soll die Sanierung des alten Mesnerhauses kosten. Noch ist aber nicht endgültig abzusehen, ob diese Summe ausreichen wird. archiv: beschorner © Archiv: Andreas Beschorner

Es ist ein ehrgeiziger Plan: In einem Jahr soll das frisch sanierte alte Mesnerhaus in Neufahrn eingeweiht werden. Die Arbeiten laufen.

Neufahrn – In einem Jahr, so der ehrgeizige Plan, soll das alte Mesnerhaus in Neufahrn in neuem Glanz erstrahlen. Und in einem Jahr soll das dann sanierte Gebäude eingeweiht werden. „Das wird schon ein Kleinod werden“, war sich Bürgermeister Franz Heilmeier am Montag sicher, als Architekt Armin Peschmann im Gemeinderat darlegte, was an bestandserhaltenden Maßnahmen bisher durchgeführt worden ist und was die nächsten Schritte sind.

Das gesamte Gebäude sei von Schutt befreit worden, der Putz an den Wänden sei behutsam abgetragen worden, die Fehlböden habe man ausgeräumt und freigelegt, moderne Zwischenwände und Bauteile seien abgebrochen worden. Bei diesen Arbeiten, die den „freien Blick“ auf eine spannende Raumstruktur ermöglichten und den Wänden nun die Chance zum Austrocknen geben, habe man beeindruckende Räume im Gewölbekeller und Schablonenmalerei im Erdgeschoß gefunden, erläuterte Peschmann. Nur wenige Balken seien stark beschädigt, die Treppe hingegen sei in einem „sehr schlechten Zustand“. Gerade sei man dabei, nach der geltenden Beschlusslage die Neuplanung auf die Beine zu stellen, so Peschmanns Blick in die nahe Zukunft. Das bedeute, dass demnächst alle Mauerwerke abschnittsweise unterfangen werden. Danach soll die Sanierung des Gebäudes von unten nach oben starten, eine Aufzugs- und eine WC-Anlage eingebaut werden und schließlich der Veranstaltungsraum für 50 bis 60 Personen im Obergeschoß realisiert werden.

Rohbauarbeiten sind für den Sommer geplant

Im Juni oder Juli sollen die Rohbauarbeiten beginnen, rund ein Jahr werden die Arbeiten dauern, so Peschmann auf die entsprechende Frage von Christa Kürzinger (CSU). Beate Frommhold-Buhl (SPD) fand das Projekt „sehr spannend“ und fragte nach, ob es denn bisher böse Überraschungen gegeben habe oder solche noch zu erwarten seien. Die Antwort Peschmanns: Überraschungen habe es bisher keine gegeben. Möglicherweise könnten solche noch auftauchen, wenn die Archäologen das Gebäude und den Boden unter die Lupe nehmen. Das sei „nicht kalkulierbar“. Die Frage von Burghard Rübenthal (CSU), ob man denn die beeindruckenden Kellerräume nicht einer Nutzung zuführen könne, musste der Architekt verneinen: Mangels eines ausreichenden Fluchtwegs sei eine öffentliche Nutzung derzeit nicht möglich. Aber: „Wir arbeiten dran.“

Firmen sind ausgelastet, Baustoffe werden teurer

Schwer zu beantworten war für Peschmann auch die Frage, ob man mit den geplanten Kosten in Höhe von 1,85 Millionen Euro hinkomme. Er sei „optimistisch“, die Konjunktur mache es aber nicht einfacher. Die Baustoffe würden immer teurer, die Firmen seien ausgelastet und würden sich ihre Leistungen durchaus bezahlen lassen. Trotzdem: Das Projekt sei beschlossen, in einem Jahr werde man dann hoffentlich das „Kleinod“ eröffnen können, sagte Rathauschef Heilmeier.

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