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Wiedergewählt: (v. l.) „Vize“ Stephan Mokry, Schriftführerin Erika Hinterberger und „Chef“ Ernest Lang.

Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn meldet sich zurück

Bei Veranstaltungen lieber „auf Sicht fahren“

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Ernest Lang bleibt Vorsitzender des Heimatvereins Neufahrn. Bei der Jahreshauptversammlung berichtete er von schwierigen Monaten.

Neufahrn – „Die Gesundheit geht vor.“ Das war und ist laut Vorsitzendem Ernest Lang die Prämisse für den Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn in Corona-Zeiten. Dass deswegen zahlreiche Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden mussten, sei zwar „bedauerlich“, im Sinne der Gesundheit der Mitglieder aber notwendig gewesen. Und unterkriegen lässt sich der Heimat- und Geschichtsverein davon selbstverständlich nicht. Der bei der Jahreshauptversammlung am Dienstag neu gewählte Vorstand plant weitere Veranstaltungen. „Wir wollen ein Zeichen setzen. Wir sind noch da.“

119 Mitglieder zählt der Verein, der corona-bedingt mit Verspätung im Gasthof Maisberger zur Jahreshauptversammlung geladen hatte. Nachdem man im August 2019 für weitere drei Jahre die Gemeinnützigkeit zuerkannt bekommen habe, sei der Auftakt im Jahr 2020 vielversprechend gewesen. „Aber das war‘s dann erst Mal“, bilanzierte Lang in seinem Jahresbericht. Keine Ausflugsfahrten habe es gegeben, keine Führungen, keine Vorträge – alles zu gefährlich, zumal einige Mitglieder sich mit dem Corona-Virus infiziert und teilweise einen schweren Verlauf zu überstehen hatten.

Den Krippenweg will der Verein auf jeden Fall wieder organisieren

Derzeit könne man bei Veranstaltungen „nur auf Sicht fahren“, betonte Lang. Geplant sei beispielsweise am 10. November eine Veranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der BI Neufahrn, die die Keimzelle des Widerstands gegen den Flughafen gewesen sei. Auf jeden Fall durchführen werde man den Krippenweg und, wenn irgend möglich, wolle man auch am 13. Dezember das Adventsmusizieren abhalten – alles unter Auflagen und Einhaltung der Corona-Regeln.

Wie seit einigen Jahren stets war auch am Dienstag das Mesnerhaus ein großes Thema. Ein Jahr nachdem die Gemeinde die Erlaubnis zur Sanierung erhalten habe, „präsentiert es sich noch immer in einem sehr traurigen Zustand“, schilderte Lang. Bürgermeister Franz Heilmeier sagte allerdings, „im Hintergrund“ tue sich vieles. Auch wenn man zu Beginn der Corona-Krise die Sanierung des Gebäudes aufgrund der unabsehbaren finanziellen Entwicklung mehrheitlich im Gemeinderat verschoben habe, so habe man doch Erhaltungsmaßnahmen, vor allem gegen Schimmelbefall, durchgeführt.

Gut 4000 Euro liegen auf dem Spendenkonto für das Mesnerhaus

Finanziell steht der Verein gut da. Den Kassenbericht übernahm Lang selbst, weil der scheidende Schatzmeister Moritz Reitzel aus gesundheitlichen Gründen fehlte: 8780 Euro an Einnahmen standen im Vorjahr 4835 Euro an Ausgaben gegenüber, zum Jahresende hatte man rund 12 000 Euro auf der Habenseite – zuzüglich 4045 Euro auf dem Spendenkonto für das Mesnerhaus.

Bei den Neuwahlen gab es kaum Veränderungen: Ernest Lang und Stephan Mokry wurden als 1. und 2. Vorsitzender bestätigt, Erika Hinterberger bleibt Schriftführerin. Neue Schatzmeisterin ist Marianne Rudzki, die drei Beisitzer heißen weiter Renate Singer, Harald Printz und Markus Funke.

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