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Gruppenfoto zum Jubiläum: Unter dem Titel „Gott verspricht: Ich bin für euch“ stand das Kinderbibelwochenende.

20. Kinderbibelwochenende in Neufahrn

Die Frauen brauchen jetzt keine Bärte mehr

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Das Kinderbibelwochenende in Neufahrn hat in der Pfarrgemeinde St. Franziskus (Erfolgs-)Geschichte geschrieben. Heuer fand es zum 20. Mal statt.

Neufahrn Die Begeisterung der Kinder, Jugendlichen, Eltern und Ehrenamtlichen für das „KiBiWe“ ist ungebrochen. Das zeigten nicht nur die Teilnehmerzahlen, sondern auch eine voll besetzte Kirche zum Abschluss-Gottesdienst am vergangenen Sonntag. Das große Finale ist dann der Theaterabend für die Öffentlichkeit am Freitag (20 Uhr, Franziskussaal).

Seit 1999 veranstaltet man in der Pfarrei das KiBiWe in dieser Form – als tiefsinniges und kreatives Wochenende mit Musik und Theater. Gertrud Ritter-Bille und Dorothea Hahn waren damals maßgeblich an der Veranstaltung beteiligt, im Jahr 2000 kam Pastoralreferentin Christina Brandl-Bommer mit ins Team. Und so langsam nahm das KiBiWe immer mehr Fahrt auf. „Ich bin damals buchstäblich auf Männerfang gegangen“, erinnert sich Brandl-Bommer lachend an die Anfangszeit, in der es an männlichen Schauspielern mangelte. Mit Erfolg, heute müssen keine Frauen mehr Bärte auf der Bühne tragen.

Aus 70 wurden bald 300 Teilnehmer

Die Teilnehmerzahl nahm stetig zu, von anfangs 70 auf heute bis zu 300 Kinder. Und mit der steigenden Anzahl an Kindern vergrößerte sich auch das Team. Die Kinder von damals wuchsen zu Jugendlichen heran, und die wollten sich weiter am KiBiWe beteiligen: als Betreuer, als Mulitmedia-Experten, als Schauspieler und Musiker. Denn Musik und Schauspiel haben tragende Bedeutung beim Neufahrner KiBiWe.

Die Stücke – stets aus der Feder von Ritter-Bille – machen das jeweilige Jahresthema sichtbar und erfahrbar. Heuer stand Moses im Mittelpunkt und die Kinder näherten sich dem biblischen Mann aus verschiedenen Perspektiven und mit verschiedenen kreativen Mitteln. Da wurde gebastelt und gemalt, aber eben auch Lieder und Szenen für das Theaterstück geprobt. Eine eigene KiBiWe-Band hat man nämlich mittlerweile auch.

Die Songs kommen oft aus den eigenen Reihen. Alessia Tiso ist ein Nachwuchstalent und hat heuer einen eigenen Moses-Song („Protectors of the earth“) komponiert. Und Manuela Dill, Leiterin der „Kirchenspatzen“, schreibt ebenfalls Arrangements.

Auch digitale Experten helfen inzwischen mit

Christina Brandl-Bommer gerät regelmäßig ins Schwärmen, wenn sie von ihrem Team und seinem Potenzial erzählt. Für sie ist das KiBiWe jedes Jahr eine Herzensangelegenheit. Vor allem, dass so viele Jugendliche noch immer engagiert dabei sind, macht sie glücklich und stolz. Da sind dann neben den Musikern, Schauspielern und der „Bewegungsmotivationsgruppe“ auch digitale Experten dabei. Damit werden ganz neue Dinge möglich. Zum Beispiel Videoprojektionen. „Die Kirche war stockdunkel, im Altarraum brannten 300 Kerzen und dieses Bild wurde an die Kirchenwände projiziert“, erzählt Brandl-Bommer vom Samstagabend beim KiBiWe, als man den Gang Moses‘ und der Israeliten durch das Schilfmeer nachstellte. Und dazu erklang monumentale Musik. „Und das alles in einer Kirche, das muss man sich einfach mal vorstellen“, schwärmt Brandl-Bommer.

Aber genau darum geht es den rund 136 Mitarbeitern des KiBiWe unter anderem: „Es geschieht so viel Gutes an der Basis. So kann Kirche auch sein“, fasst Brandl-Bommer zusammen. Das KiBiWe ist also ein Erfolgsmodell. Warum das so ist, weiß die Pastoralreferentin: „Weil wir immer mehr in die Tiefe gehen, indem wir uns im Team mit Themen auseinandersetzen und weil wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Mitmachen begeistern konnten und sie diese Begeisterung weitertragen.“ „Gott verspricht: Ich bin für euch“ ist der Titel des diesjährigen Stücks.

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