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Rollt! Die Weichen sind installiert, auf denen die Züge zum und vom Flughafen (die beiden mittleren Gleise), von der Strecke nach München (ganz links) aus – oder nach Freising (ganz rechts) einschleifen.

Bahnstart im Dezember

Neufahrner Kurve auf der Zielgeraden

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Auf der Zeitschiene für die Neufahrner Kurve ist die Deutsche Bahn pünktlich. Das Projekt ist auf die Zielgerade eingebogen. Beeindruckend sind vor allem die Zahlen, die alle Arten von Schotter betreffen – den echten und das Geld.

Neufahrn – Nur noch wenige Wochen, dann sind die Bauarbeiten an der Neufahrner Kurve abgeschlossen. Weil die Freisinger Westtangente in den letzten Jahren etwas „zugelegt“ hat, ist die Neufahrner Kurve mit ihren 91 Millionen Euro zwar nicht mehr die teuerste Infrastrukturmaßnahme im Landkreis und kostet nicht mehr den meisten „Schotter“, aber sie wird am ehesten fertig: Ab 9. Oktober beginnen die Probe-, Versuchs- und Schulungsfahrten, der reguläre Zugbetrieb startet mit dem Fahrplanwechsel im Dezember. DB-Bauleiter Christian Sigl und DB-Sprecher Franz Lindemair erklärten gestern vor Ort den Stand der Dinge.

Am 28. Juli habe man, so Sigl, eine ganz wichtige Einrichtung in Betrieb nehmen können: das neue Stellwerk, das acht neue Weichen und 36 neue Signale steuert, die mit insgesamt 57 Kilometer Kabel verbunden sind.

Doch in diesen Tagen geht es auch richtig handfest zur Sache. Wieder geht es um Schotter: Seit 1. August rollt alle zwei Tage ein Güterzug an und bringt jeweils 1800 Tonnen Schotter, der denn zwischen den Gleisen verteilt wird. Sechs solcher Züge, deren Waggons unten und an den Seiten Klappen besitzen, aus denen der Schotter zwischen und neben die Gleise geschüttet wird, braucht man. Danach wird das Gleisbett auf der 2,2 Kilometer langen Kurve (inklusive Überführung und Kreuzungsbauwerk) mit Hilfe einer Stopfmaschine, die den Schotter rüttelt und verdichtet, befestigt, erklärt Sigl.

Außerdem werden derzeit die acht noch fehlenden Oberleitungsmasten installiert – 72 werden es am Ende sein. Bis die Kabel angebracht sind, wird es September werden, die offizielle Stromzuschaltung soll am 20. September erfolgen. Und Mitte Oktober beginnt dann der Probebetrieb auf der Strecke, deren Gleise, damit die Züge die Kurve später dann auch mit nahezu 100 km/h nehmen können, leicht überhöht sind.

Seit Beginn der Bauarbeiten, so Sigl, habe es freilich immer wieder kleinere Verzögerungen gegeben, die man aber stets habe kompensieren können. Insgesamt sei „die Zeitschiene seit dem Spatenstich stabil“, so der DB-Bauleiter. Und auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussehe, derzeit seien in den 24-Stunden-Schichten jeden Tag jeweils rund 50 Männer im Einsatz, um die Neufahrner Kurve fertigzustellen. Und dann hat bekanntlich für Fahrgäste aus Nordostbayern, die zum Flughafen München wollen, das Umsteigen am Freisinger Bahnhof ein Ende.

Ein Ende hat seit rund einer Woche auch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn A 92 im Bereich der Baustelle.

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