An den Mühlseen 

Neujahrsschwimmen in Neufahrn: 69 Mutige hüpfen ins Wasser

  • schließen

Zum 40. Mal wurde an den Neufahrner Mühlseen die Badesaison am 1. Januar eröffnet. 69 Tapfere wagten sich ins eiskalte Wasser.

Neufahrn – Schlotternd, bibbernd, frierend, aber glücklich und stolz waren die Tapfersten der Tapferen, als sie am Mittwoch beim traditionellen Neujahrsschwimmen der Wasserwacht Neufahrn pünktlich um 12 Uhr in das gerade einmal fünf Grad kalte Wasser sprangen und möglichst schnell wieder das rettende Ufer erreichten. Möglicherweise noch vorhandener Kater von der Nacht davor war nach der extremen Abkühlung wie weggeblasen.

Zwei Rettungsschwimmer hatten sich für den Fall der Fälle im Badesee positioniert – schön warm in Taucheranzüge gehüllt, mit Tauchermasken und Sauerstoffflaschen ausgerüstet. Doch zum Einsatz kamen die Retter zum Glück nicht, als sich 69 wagemutige und unerschrockene Teilnehmer auf dem Steg in Reih und Glied aufgestellt hatten, um hintereinander den Sprung ins eiskalte Nass zu wagen.

Der Erste, der vormachte, wie es geht, war Bürgermeister Franz Heilmeier, der an diesem Mittwoch nicht zum ersten Mal den Sprung ins kalte Wasser wagte. Und dann gab es verschiedene Taktiken zu bewundern, mit denen die Teilnehmer im Alter zwischen sechs und 70 Jahren die Mutprobe angingen: Da wagte einer den eleganten Hechtsprung ins Wasser, da stürzte sich ein anderer mit einer richtigen Bombe ins Wasser, da ließ sich einer sanft und mit zusammengebissenen Zähnen eher vorsichtig vom Steg in den See gleiten, da nahmen sich Pärchen und Trios bei der Hand und sprangen mit Anlauf ab. Die vielen hundert Besucher und Schaulustigen hatten auf alle Fälle jede Menge zu bestaunen, zu bewundern sowie auf Handys und Kameras festzuhalten.

Warme Gedanken waren sicherlich das eine Mittel, die Eiseskälte zu überstehen, ein heißer Glühwein oder auch dampfende Würstl waren ein anderes. Und vor allem jede Menge dicker, flauschiger Handtücher und Bademäntel, die am Uferrand bereit lagen, um die wackeren Schwimmer nach ihrem Tauchgang in Empfang zu nehmen. Nicht zu vergessen die heißen Rhythmen, die aus der Lautsprecherbox kamen und zu denen man sich gerne wieder warmtanzen konnte.

69 Tapfere, von denen manche sogar zwei oder drei Mal Bekanntschaft mit dem eisigen Mühlsee-Wasser machten, sind für das Jahr 2020 also gestählt. Sie wird heuer so schnell nichts mehr erschüttern können, ihnen ist es schon einmal nass – und vor allem kalt – „eingegangen“. In diesem Sinne: Ein frohes Jahr 2020. 

Auch in Moosburg wurde am Neujahrstag die Badesaison eröffnet. Beim Neujahrsschwimmen der Wasserwacht wurde sogar ein neuer Rekord aufgestellt

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Landratskandidat Manuel Mück (CSU) will Verkehrsbelastung und Siedlungsdruck Herr werden
Manuel Mück (CSU) will der Freisinger Landrat werden. Im Interview spricht er über seine Vorhaben und darüber, was ihn am Landkreis stört.
Landratskandidat Manuel Mück (CSU) will Verkehrsbelastung und Siedlungsdruck Herr werden
Bürgerentscheid Fahrenzhausen zum Rathausneubau: Enttäuschte Gewinner, zufriedene Verlierer
Neues Rathaus auf Kirchen- oder auf Gemeindegrund? Die Bürger Fahrenzhausens haben am Sonntag darüber  abgestimmt. Die Auszählung kam am Ende einem Krimi gleich. 
Bürgerentscheid Fahrenzhausen zum Rathausneubau: Enttäuschte Gewinner, zufriedene Verlierer
Martin Bormann (BG Attenkirchen): „Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt“
Mit „Fakes und Lügen“ der kommunalpolitischen Gegenseite habe es Martin Bormann, Amtsinhaber der Bürgernahen Gruppe, immer wieder zu tun gehabt in den vergangenen sechs …
Martin Bormann (BG Attenkirchen): „Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt“
Zwei Riesenhechte aus Birkenecker Weiher geholt
195 Mitglieder zählen die Fischerfreunde aus Hallbergmoos. Und die haben im vergangenen Jahr nicht nur viel Zeit in die Gewässerpflege investiert. Ihnen sind auch wieder …
Zwei Riesenhechte aus Birkenecker Weiher geholt

Kommentare