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Letzte Aufführung: Mit dem Volksstück „D’Wahllumpn“ feierte die Laienspielgruppe 2016 noch einen großen Erfolg beim Theaterpublikum in Neufahrn.

Laienspielgruppe löst sich auf 

Ohne Alte Halle: Laienspielgruppe Neufahrn vor dem Aus

Die Schließung der Alten Halle bedeutet das Aus für die Laienspielgruppe Neufahrn – der Verein wird sich auflösen. Man kann nicht mal mehr das 40-jährige Bestehen feiern. Indes mehren sich die Stimmen, die zeitnah nach einem Ersatzbau für die Halle verlangen.

Neufahrn – Die Laienspielgruppe steht seit der Schließung der Alten Halle vor dem Nichts. In einer außerordentlichen Sitzung legte die Vereinsführung jetzt ihre Ämter nieder. Eine Nachfolge für Vorsitzenden Horst Reng und Stellvertreterin Gitte de Voogtfand sich nicht mehr – mangels Perspektive.

Bitter für den Verein, aber auch bitter für die Theaterbegeisterten: Denn Aufführungen wie zuletzt „D’Wahllumpn“, erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Leute kamen laut Reng aus nah und fern. Bis aus München, Straubing und sogar aus Wiesbaden, seien die Anhänger der Laienbühne gekommen.

Obwohl es nach dem Beschluss, die Alte Halle zu schließen, einen E-Mail-Verkehr gegeben habe, hätte sich Reng doch gewünscht, eher etwas darüber zu erfahren, „dass da etwas im Busch ist“, wie er auf Anfrage erklärte. Eine Alternative zur Alten Halle habe man aber nicht gesehen. „Weil das Gesamtpaket einfach so gut gepasst hat“ – mit Gastronomie, Bühne und Requisite.

Die Alte Halle jetzt lange brachliegen zu lassen, hält Kulturreferentin Christa Kürzinger „für eine Todsünde“. Sie findet, „dass man da jetzt ran muss“. Ein Ersatzbau müsse allerdings vielen Ansprüchen gerecht werden. Zu den regelmäßigen Nutzern zählten etwa Linedancer, der „Farbklecks“ oder Seniorengruppen.

Dass es einer baldigen Lösung bedarf, das sieht auch Bürgermeister Franz Heilmeier so. „Wir dürfen keine Zeit verlieren“, sagte er über das Förderprogramm „ISEK“, das bei der Alten Halle eine Rolle spielen soll. Den Vorwurf, es habe an der Kommunikation mit den Laienspielern gehapert, wies er zurück – mit dem Hinweis auf einen regen E-Mail-Verkehr und darauf, etwa bei der Suche nach einer Alternative behilflich zu sein. Für eine Übergangszeit könnte sich Heilmeier auch eine Wirtschaft oder einen Spielort außerhalb vorstellen. Dafür ist es nach dem Stand der Dinge bei der Laienspielgruppe jetzt wohl zu spät.

Alexander Fischer

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