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Der Donnerstag wird zum Schicksalstag für Müller-Brot-Mitarbeiter.

Schicksalstag für Müller-Brot-Beschäftigte steht bevor

Neufahrn/München - Für die Beschäftigten von Müller-Brot wird der Donnerstag zum Schicksalstag: Bei einer Betriebsversammlung erfahren sie, wie es um ihre Arbeitsplätze steht. Am Vormittag findet eine Demo statt.

Es wird damit gerechnet, dass nach dem andauernden Produktionsstopp viele Beschäftigte die Kündigung erhalten. Es gibt allerdings die Hoffnung, dass die mit massiven Hygieneproblemen kämpfende Brotfabrik doch noch von einem Investor übernommen werden könnte.

Bei einer Kundgebung gehen Müller-Brot-Beschäftigte am Vormittag in München für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat dazu aufgerufen. Die Demonstranten ziehen vom Wirtschaftsministerium zur Staatskanzlei.

Die Hoffnung bleibt

Am Nachmittag ist dann um 14 Uhr auf dem Firmengelände in Neufahrn bei Freising die Betriebsversammlung. Dann wird Ampferl die Belegschaft über die Gespräche mit dem Gläubigerausschuss informieren. Anfang der Woche hatte er mitgeteilt, dass es zwei Investoren gebe, die an der Übernahme des Unternehmens als Ganzes interessiert seien: „Erfreulicherweise sind die beiden strategischen Investoren weiterhin bereit, nicht nur das Filialnetz, sondern unter bestimmten Umständen auch die Produktionsanlagen zu übernehmen.“

Vor gut einer Woche hatte das Landratsamt Freising den seit 30. Januar bestehenden Produktionsstopp verlängert. Zuvor waren bei einer fast ganztägigen Kontrolle der Fabrik von den Lebensmittelbehörden erneut Kakerlaken und Mäusekot gefunden worden - Ungeziefer und Hygienemängel, die in der Fabrik seit langem ein Problem sind. Ende März läuft das Insolvenzgeld für die Beschäftigten aus. So lange zahlt die Agentur für Arbeit die Löhne aus.

dpa

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